11.11.2001 Rettung eines Schwimmers per "Päckchen-Transport" (Sicherheit)

 

In der us-amerikanischen Zeitschrift SEA KAYAKER berichtet DENNIS FORTIER in seinem Beitrag "The Swimmer's Rescue and Transport" über die Möglichkeit, einen im Wasser treibenden Kanuten auf Deck zu transportieren. Er schlägt vor, dass zwei Einer-Kanuten seitlich nach hinten/vorne versetzt so im Päckchen zu paddeln. dass jeweils der Bug bzw. das Heck neben dem Cockpit des anderen Kanuten liegt. Durch eine Bandverbindung (mit Karabiner und Steckschnalle) wird die Verbindung des Päckchens gehalten. Der "Schwimmer" legt sich dann zwischen die beiden Kanuten auf deren Achter- und Vorderdeck (sog. "PÄCKCHEN-TRANSPORT").

 

Wie paddelfähig diese Verbindung bei Seegang ist, bleibt dahin gestellt. Insbesondere wenn man ein Seekajak mit weniger als ca. 330 Liter Volumen paddelt, bleibt einem wohl nichts anders übrig, auf solch einen "Päckchen-Transport" zurückzugreifen; denn je nach Beladung und Gewicht des "Retters" sowie des Gewichts des "Schwimmers" ist es nämlich nicht auszuschließen, dass bei einem solo ausgeführten "HECK-TRANSPORT" der Retter sein Kajak nicht mehr sicher manöverieren kann; da der Bug seines Kajaks zu weit aus dem Wasser ragt.

 

Mir ist nur ein Fall in Deutschland bekannt, wo einem Kamerad bei Seegang und Wind über mehrere Seemeilen der "Heck-Transport" erfolgreich gelang. Es war SIGURD SANDER, der vor Jahrzehnten auf seinem alten, aber sehr voluminösen "Habel" (Pietsch) (ca. 360 Liter Volumen) eine Kanutin vom D-Stert nach Trischen transportierte (vgl. meinen Seekajak-Beitrag: "K.o. am D-Stert").

(Hinweis: Sowohl D-Stert und Trischen sind seit Jahren ausgewiesenes Robben- bzw. Vogelschutzgebiet (RSG/VSG) und dürfen nicht mehr angefahren und betreten werden!)

 

Quelle:

SEA KAYAKER (http://www.seakayakermag.com), Dec. 2001, S.45-48 /

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SEEKAJAK, Nr. 26/90, S.25-32 / Erhältlich u.U. über: mailto:info-bank@kanu.de