01.06.2002 Kompasskunde (Navigation)

Die Zeitschrift SEGELN bringt einen Übersichtsbeitrag über Kompasse (das Wort "Kompanten" gibt es nicht!). Dort kann man etwas über:

Die Genauigkeit des Geräte wurde im Labor gemessen. Dann darf dann kein Auto vor der Tür stehen. D.h. wer bei einer Küstenkanuwanderung auf seinen Kompass angewiesen ist, sollte vorher mit seinem zumindest in der Sitzluke, im Bug und auf dem Vorderdeck verstautem Gepäck mal über seinen Kompass "fahren" und darauf achten, ob die Kompassnadel dann kurzzeitig in Bewegung versetzt wird.

Der Kompass soll von chinesischen Seefahrern vor rund 4.500 Jahren oder von schottischen Mönchen vor 800 Jahren entdeckt worden sind. Der chinesische Erfinder soll einfach einen Magneten an einem Faden aufgehängt und auf diese Weise die Himmelsrichtung ermittelt haben. Der erste europäische Kompass (ein "Flüssigkeitskompass") wurde Anfang des 13. Jhrd. von einem Italiener entdeckt: "Ein Stück Magnetstein, das in einem Schilfrohr steckte, schwamm in einer mit Wasser gefüllten Schale ..." Übrigens, die frz. Firma Plastimo war die erste, die ab 1963 Kompasse aus Plastik baute.

Trotz GPS kann man jedoch nicht auf den Kompass verzichten; denn der kann nur den Kompasskurs anzeigen, wenn er Strecke macht! D.h. mancher GPS-Sympatisant hat sich beim ersten Landgang, - wenn er endlich die Zeit und die Ruhe hat, sein GPS einzuschalten und abzulesen - gefragt, was denn mit seinem Gerät los ist. Trotzdem kann man das GPS während einer Pause an Land anstellen und sich den Kurs zum nächsten Punkt anzeigen lassen. Wo dieser Punkt aber genau liegt, kann man aber dann nur über den Kompass anpeilen.

SEGELN gibt den folgenden Kompasskauftipp: "Stellen Sie den Kompass vor sich und lassen Sie ihn zur Ruhe kommen. Lenken Sie mit einem Schlüssel die Rose um zwei Grad ab. Die Rose muss wieder in die Ausgangsposition zurückkehren, wenn Sie den Schlüssel entfernen. Schwenkt sie nicht zurück, ist das Steinlager eventuell defekt. Drehen Sie den Kompass 360° um sich selbst und halten Sie ihn über Kopf. Dreht sich die Rose ruhig und ruckfrei? Schütteln Sie kräftig. Ein guter Kompass beruhigt sich schnell und wirbelt keine Ablagerungen in der Füll-Flüssigkeit auf."

Quelle: SEGELN, Nr.6/02, S.36-49 - www.segeln-magazin.de