05.03.2003 Ausstiegsprobleme nach Kenterung (Ausbildung)

Im us-amerikanischen SEA KAYAKER berichtet Doug Lloyd in dem Beitrag "Entrapment and Exits" über Probleme, nach einer Kenterung aus der Sitzluke herauszukommen.

Diese Probleme sollte man nicht einfach ignorieren; denn wenn sie eintreten, wird es für die gekenterten Kanuten schnell lebensgefährlich. Insgesamt habe ich persönlich vier solcher Situationen erlebt:

a)     Kentern;

b)     abwarten bis das Kajak kopfüber auspendelt und zur Ruhe kommt;

c)      Oberkörper nach vorne beugen,

d)     Spritzdeckenschlaufe suchen, ergreifen und so nach vorne ziehe, dass sich die Spritzdecke löst;

e)     dann mit beiden Händen links und rechts der Sitzluke das Oberdeck anfassen, sich senkrecht nach unten aus der Luke drücken und neben den Kajak auftauchen;

f)        wobei versucht werden sollte, nach dem Ausstieg stets mit einer Hand das Kajak festzuhalten, damit es nicht vom Seegang fortgetrieben wird!

g)     kenterte die Kameradin, geriet unerwartet in Panik, beugte sich nicht nach vorne Richtung Spritzdeckenschlaufe, sondern nach hinten und verharrte in dieser Position, und zwar solange bis ich mit meinem Kajak längsseits kam und ihr Kajak soweit aufdrehen konnte, dass sie mit dem Kopf aus dem Wasser kam, dadurch sich re-orientieren konnte und seitwärts ihre Sitzluke verließ.

Doug Lloyd berichtet in seinem Beitrag über die verschiedensten Fälle, bei denen Seekajakern ebenfalls nicht der "nasse Ausstieg" gelingt, d.h. ihre Sitzluke unter Wasser zu verlassen. Der Gründe dafür sind sehr vielfältig, z.B.:

Doug Lloyd empfiehlt sich dieser Probleme bewusst zu werden. D.h. z.B.:

Quelle: SEA KAYAKER, Nr. April 2003, S.48-54 - www.seakayakermag.com