22.11.2003 Praktische Seekajaknavigation (Ausbildung)

 

Im SEEKAJAK, der Mitgliedermagazin der Salzwasserunion, stellt Siegfried Netzband in dem Beitrag:

 

„Praktische Seekajaknavigation. Minimalausrüstung für das Arbeiten in der Seekarte“

 

eine Minimalausrüstung an für das Küstenkanuwandern geeigneten Navigationshilfsmitteln vor. Dieses Thema ist deshalb interessant, weil unterwegs im Kajak ein Arbeiten mit Kursdreieck & Stechzirkel nicht praktikabel ist.

 

Als Navigationsmaterialien wird u.a. alternativ empfohlen:

 

 

Zufällig wurde im us-amerikanischen SEA KAYAKER von Dennis Fortier in dem Beitrag:

 

„The Kayaker’s Course Plotter“

 

nicht nur zum selben Thema Stellung bezogen, sondern zugleich eine Anleitung zum Bau einer entsprechenden - für die Kursermittlung geeigneten - Plastikschablone mit drehbarer Kompassrose (zwecks Berücksichtigung der Missweisung) geben.

 

Quelle:

SEEKAJAK, Nr: 88/03, S.16-17 – www.salzwasserunion.de

SEA KAYAKER, Dec. 03, S.29-32 – www.seakayakermag.com

 

Anmerkung: Ich persönlich hatte eine Zeit lang unterwegs stets einen Linealkompass und ein Geo-Dreieck (verfeinert mit einer Art „Peil-Schnur“) dabei. Letzteres habe ich dann später ausgetauscht durch eine Art Plastik-Kompassscheibe (inkl. vertikalen und horizontalen Linien) (Hersteller. Bézard Blitz)). Jedoch habe ich das unterwegs auf dem Meer nie benötigt (wohl aber ab und zu daheim). Ich schaffte es halt stets, allein mit einem fest installierten Kompass auf dem Vorderdeck und einer ordentlich sichtbar auf dem Kartendeck verstauten Seekarte bzw. topografischen, Karte, meinen Kurs zu bestimmen bzw. zu finden. Voraussetzung dafür ist es, Kursabweichungen relativ genau abschätzen zu können (+/- 5°-10°); denn viel exakter kann man unterwegs auch den Kurs auf dem Kompass nicht ablesen und dann anschließend tatsächlich einhalten.

Die exakte Kursangabe, ermittelt über eine direkte Peilung bzw. über einen Kursab- bzw. -eintrag in der Seekarte, vermittelt einem nämlich i.d.R. nur eine Art „Scheinsicherheit“; denn unterwegs auf einer Tour entlang der Küste kann man den exakt ermittelten Kurs gar nicht so genau per Kompass verfolgen. Abgesehen davon treten auf Grund von Wind-/Stromabdrift bzw. Steuer- bzw. Fahrfehler (hier: Abdrift beim Surfen) soviel Fehler auf, dass man mit der exakten Kursangabe auch nicht schneller zum Ziel kommt, als mit einer geschätzten Kursangabe.

Wer 100%ig Sicherheit beim Navigieren haben möchte, der kann diese mit einem GPS-Gerät eher erreichen (vorausgesetzt er kann es bedienen). U.B.