03.09.2005 Seenotsignalmittelprüfung (Pyro-Schein) (Ausbildung)

 

Bislang war es möglich, dass Küstenkanuwanderinnen und –wanderer nach erfolgreich bestandenem „Sachkundenachweis“ (SKN) pyrotechnische Seenotsignalmittel der Klasse T2 erwerben durften (hier: Signalraketen; der Erwerb von Handfackeln und Rauchsignalen bedarf nicht eines SKN).

 

Geregelt wird dies über das Waffengesetz (WaffG) und die Allgemeine Waffenverordnung (WaffV) sowie über die Sprengstoffverordnung (SprengV). Die Prüfungen werden i.d.R.je nach Bundesland über Prüfungsausschüsse (PA) des DSV bzw. DMYV organisiert. Die Ausbildung erfolgt i.d.R. anlässlich der Ausbildung zum Erwerb des Sportbootführerscheins. , wobei es bislang nicht erforderlich für den Erwerb des SKN war, dass wir im Besitz des Sportbootführerscheins sind.

 

Lt. PA-Bremen hat sich das nun geändert. Bei der letzten Novellierung des Waffen- und Sprengstoffrechts sind die Gruppen (z.B. Surfer, Kanuten, Alpinisten), die bislang den SKN erwerben konnten, nicht mehr berücksichtigt worden. Wassersportler können daher ab sofort nur noch dann den SKN erwerben, wenn sie über einen Sportbootführerschein verfügen.

 

Da Signalraketen gerade für die Küstenkanuwanderinnen und –wanderer das effizienteste Mittel sind, mit dem sie einen Seenotfall anzeigen können:

 

Leuchtdauer (ca. 30-40 Sek.)

Steighöhe (ca. 300 m)

Leuchtstärke (ca. 30.000 Candella)

Sichtweite (max. 30 Seemeilen)

 

Leuchtdauer (ca. 5 - 7 Sek.)

Steighöhe (ca. 45 - 80 m)

Leuchtstärke (ca. 9.000 – 10.000 Candella)

Sichtweite (max. 5 Seemeilen)

(Quelle: Boote 12/03)

 

wird der DKV sich um Klärung des Sachverhaltens bemühen und nach einer Lösung suchen.

 

Text: U.Beier – www.kanu.de/kueste/

Link: Prüfungsausschuss Bremen: www.pa-bremen.de/pyro.htm >FAQ