11.09.2005 Wiedereinstieg per „Eskimo-Rettung“ (Ausbildung)

 

Im SEEKAJAK stellt Christian Harms in dem Beitrag:

 

„Eskimo Reentry (Eskimo Wiedereinstieg)“

 

eine Wiedereinstiegsmethode vor, die eine Kombination aus „Reentry and Roll“ (Unterwassereinstieg mit anschließender Rolle) und „Eskimo-Rescue“ (Eskimorettung) darstellt, d.h.

 

(1)   nach einer Kenterung mit Ausstieg steigt der „Kenterbruder“ im bzw. unter Wasser wieder in seine Sitzluke ein (= „Reentry“)

(2)   statt nun aber hoch zu rollen, hält der „Kenterbruder“ seine Arme links und rechts von seinem gekenterten Seekajak aus dem Wasser und wartet, dass der „Retter“, der mit seinem Seekajak Warteposition in der Nähe des Kenterbruders Stellung bezieht, dicht an sein Seekajak herangepaddelt kommt (= No Roll),

(3)   sodass dieser sich an dessen Bug - oder sonst wo am Seekajak des Retters -  hochziehen kann (= Eskimo-Rettung).

 

Der Beitrag enthält 4 Fotos, auf denen zu sehen ist, dass der „Kenterbruder“ sich am Bug des Retter-Seekajaks hochzieht. In der Realität, d.h. bei Seegang (wann kentern wir denn sonst?) ist das kritisch; denn beim Herannahen des Retters, kann es passieren, dass der Retter allzu schwungvoll:

 

 

Deshalb ist es empfehlenswerter, wenn der Retter sich nicht mit dem Bug direkt im 90° Winkel zum Seekajak des „Kenterbruders“ nähert, sondern seitlich herangepaddelt kommt, sodass der „Kenterbruder“ dann die Möglichkeit hat, sich irgendwo – was er halt zu fassen bekommt - längsseits des Retter-Seekajaks hoch zu ziehen. Das hat zudem den Vorteil, dass der Retter sich mit seinem Paddel am Seekajak des „Kenterbruders“ abstützen“ kann (hier: flache oder hohe Stütze) und folglich nicht so leicht selber gekentert wird. Außerdem liegt der Retter mit seinem Seekajak sofort neben dem Seekajak des „Kenterbruders“, sodass auf diese Weise dessen Re-Kenterung verhindert werden kann. Mit dem Aufrichten des „Kenterbruders“ nämlich ist es allein nicht getan. Er muss ja anschließend seine Sitzluke lenzen, die Spritzdecke schließen und sein Paddel, welches hoffentlich noch an der Sicherungsleine hängt, klar machen. Das sind alles Handlungsschritte, die einen etwas unsicheren Kanuten im Seegang leicht wieder kentern lassen.

 

Nachteilig an dieser Wiedereinstiegsmethode ist, dass:

 

 

Text: U.Beier

Quelle: SEEKAJAK, Nr. 98/05, S.34

è www.salzwasserunion.de/seekajak/sk.htm#eskimo-reentry