22.03.2006 Pyro-Schein (Ausbildung)

 

In der YACHT, Nr. 7/06, S.9, wird unter dem Titel:

 

„Verwirrspiel um Pyro-Schein“

 

Folgendes berichtet:

 

„Ein heilloses Durcheinander herrscht derzeit um den neu geregelten „Sachkundenachweis“ für Signalmittel, umgangssprachlich „Pyro-Schein“. Nachdem die Anforderungen in Theorie und Praxis 2005 massiv erweitert worden sind – was das Zertifikat deutlich verteuerte -, stehen Segler vor dem Problem, dass sie den Sachkundenachweis gar nicht erbringen können. Nach Auskunft des Deutschen Segler-Verbands wurden auf Anordnung des Bundesinnenministeriums alle Prüfungen bis auf weiteres ausgesetzt. … Dagegen erklärt das Ministerium auf Anfrage der YACHT, zwar seien die Prüfungsfragen noch in der Überarbeitung, geprüft werden können jedoch sehr wohl. Mehr zum Thema im nächsten Heft.“

 

Für die Küstenkanuwanderinnen und –wanderer ergeben sich übrigens aus dem neu geregelten „Sachkundenachweis“ (SKN) folgende beiden Probleme:

 

 

Da der DKV eine solche Entwicklung im Interesse der Sicherheit beim Küstenkanuwandern nicht akzeptieren kann, steht er seit Oktober 2005 mit den entsprechenden Institutionen und dem in dieser Sache maßgeblichen Verband, dem Deutschen Segler-Verband (DSV), in laufendem Kontakt. Der DKV trug dabei den Wunsch vor,

 

  1. dass die Küstenkanuwanderinnen und –wanderer – auch ohne im Besitz eines Sportbootführerscheins zu sein – den SKN nach einer Prüfung erhalten können;
  2. dass die eigentliche Sachkundeprüfung für Kanuten sich auf die Abprüfung jener Fragen aus dem Sprengstoffrecht beschränken soll, die allein die T2-Seenotesignalmittel betreffen, nicht aber jene Fragen aus dem Waffenrecht, die sich bei dem Besitz eines Seenotsignalpistole stellen;
  3. und dass der SKN, den die Kanuten erhalten, diese dazu ausschließlich berechtigt, Seenotsignalmittel der Unterklasse T2 zu beschaffen und zu besitzen.

 

Die entsprechend zuständigen Ansprechpartner gaben sich diesbezüglich optimistisch. Dabei bestand Einigkeit, dass auch in Zukunft die Kanuten zur SKN-Prüfung des DSV zugelassen werden.

 

Text: U.Beier – www.kanu.de/kueste/