03.05.2006 Proviantierung unterwegs und das auf die Schnelle (Ausbildung)

 

Sich unterwegs bei einer Küstenkanuwanderung zu verpflegen, dass kann auf die verschiedenste Art & Weise erfolgen:

 

 

Da ich bei meinen Touren immer mal wieder auf Kanuten treffen, die überhaupt nicht wissen, wie sie ihre Proviantierung zu organisieren haben – einst war ein Kamerad dabei, der für eine 3 tägige Tour mit 3 prallgefüllten Einkaufstüten von Edeka vor seinem Seekajak stand und am Ende der Tour aus seinem Seekajak ebendiese 3 Edekatüten wieder herauskramte, die mir kaum leerer erschienen als sie am Starttag voll waren –, möchte ich ein paar Vorschläge machen, für jene, die das Praktische dem Gesunden vorziehen weil sie sich das Bequeme nicht leisten wollen oder können:

 

Übrigens, das Müsli verpacke ich schon portionsfertig zu Hause. Damit es mir auch wirklich schmeckt, vermische ich nicht nur mehrere Müslisorten miteinander, sondern ich verfeinere zusätzlich noch meine Müsliportion, z.B. mit Trockenmilch, Capuccion- bzw. Kakao- bzw. Ovomaltine-Pulver, Nüsse (Mandel/Haselnüsse/Walnüsse), getrockneten Obststücken (etwa Banane, Apfel, Aprikose, Feigen, Rosinen, Ananas), Sonnenblumenkerne u.a.d.w.s.G.s.s.

 

 

 

 

Ja, das war’s. Diesen ganzen Proviant schmeiße ich jedoch nicht lose in die Tagesluke (Dayhatch), sondern verpacke ihn für je 2 Tage in einen Sack. Die Säcke Nummeriere ich durch, sodass ich weiß, welcher Sack an den ersten beiden Tagen, den nächsten beiden Tagen ….. und an den letzten beiden Tagen dran ist. Natürlich verstaue ich die Säcke so, dass ich nicht den letzten Sack am 1. Abend zu fassen bekomme. Das ist recht praktisch; denn bei Regen bzw. Seekajak und Zelt etwas weiter auseinander stehen, genügt ein Griff nach dem richtigen Sack. Guten Appetit!

 

Übrigens, mit dem obigen Vorschlag komme ich ca. 10 Tage über die Runden, ohne dass es mir schlecht wird … und dass schon seit mehr als 10 Jahren. Natürlich, Essen ist etwas ganz Individuelles. Dennoch gibt es Leute, die sich Kochbücher kaufen, um Anregungen zu bekommen, was sie essen könnten. Ich möchte keinen Zwingen, sich nach dem obigen Vorschlag zu proviantieren, es soll nur eine Anregung sein für Leute, die es nicht besser wissen.

 

Ach ja, wer weniger einpackt, muss weniger auspacken und später noch weniger einpacken und hat folglich weniger Packprobleme, d.h. der kann schneller sein Seekajak packen und braucht nicht so früh aufzusehen.

 

Text: Udo Beier – www.kanu.de/kueste/