13.12.2006 GPS und topografische Karten (Ausbildung)

 

In KANU MAGAZIN berichtet Uli Benker in dem Beitrag:

 

„Die erste Tour mit GPS“

 

wie wir mit dem GPS-Gerät arbeiten, wenn wir keine Seekarte, sondern eine topografische Karte benutzen. In der Regel verwenden solche Karten das UTM-Kartengitter (UTM = Universal-Transverse Mercator-Gitter), vereinzelt auch noch das „Gauß-Krüger-Gitter“. In dem Beitrag wird gezeigt, wie mit solchen UTM-Karten gearbeitet wird und wie die UTM-Koordinaten ermittelt werden können. In Anbetracht dessen, dass wir gerade mal so in der Lage sind, auf 0,5 mm genau unsere Position auf der Karte zu bestimmen, entspricht das bei einem Kartenmaßstab von 1:50.000 einer Ungenauigkeit von 25 m. Das GPS-Gerät zeigt jedoch nur dann die exakte Position an, wenn zuvor das GPS-Gerät auf das Kartengitter (z.B. UTM-Gitter)  und das Kartendatum (i.d.R. WGS 84) eingestellt wurde.

 

Zur Info: Beim UTM-Gitter gibt es

 

und

 

Ein bestimmtes Gebiet (sog. „UTM-Streifen“) wird einem bestimmten Feld zugeordnet, welches durch die Zonennummer und den Buchstaben des Breitenbandes identifiziert werden kann. Deutschland liegt z.B. überwiegend im dem Feld 32 U. Jedem Feld wir ein „Mittelmeridian“ (mittlerer Längengrad) zugeordnet (für Deutschland ist das 9° E welcher gleich 500.000 gesetzt wird) und in Bezug zum Äquator gebracht.

 

Z.B. die UTM-Koordinate: 32U 0688511E, 6050000 N sagt dann Folgendes aus: Der gesuchte Punkt befindet sich im Feld 32 U (= Deutschland), und zwar 188.511 m östlich des Mittelmeridians der Zone 32 (9° E) (188.511 = 688.511 minus 500.000) und 6.050.000 m nördlich des Äquators (= Breitenbandbuchstabe U).

 

Übrigens, das Arbeiten mit topografischen Karten statt Seekarten ist auch beim Küstenkanuwandern durchaus üblich und auch empfehlenswert, z.B. wenn entlang der norwegischen, schwedischen, finnischen und dänischen Küste gepaddelt wird. Zumindest parallel zur Seekarte sollte mit topografischen Karten auch an der Küste z.B. von Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien, Portugal, Sardinien und Korsika gearbeitet werden.

 

Quelle: KANU MAGAZIN, Nr. 1/07, S.60-61 – www.kanumagazin.de