19.07.2007 Neue internationale Ausweichregeln? (Ausbildung)

 

In der Zeitschrift SEGELN berichtet der „Kreuzer Yacht Club Deutschland e.V.“ in dem Beitrag:

 

„Neue Ausweichregeln für internationale Gewässer?“

 

darüber, dass die zuständigen italienischen Behörden bei der „International Maritime Organisation“ (IMO) den Antrag gestellt hat, aus Gründen der Sicherheit die „Kollsionsverhütungsregeln“ (KVR) wie folgt zu ändern bzw. zu ergänzen:

 

 

Es ist zu hoffen, dass solche Vorschläge nicht mehrheitsfähig sind; denn letztlich könnte das dazu führen, dass das Küstenkanuwandern auf Regionen beschränkt würde, wo keine Berufsschifffahrt fährt. In Anbetracht dessen, dass bislang die Begegnung zwischen Berufsschifffahrt und muskelkraftbetriebenen Sportbooten entlang der Küste ohne Probleme stattgefunden hat, bedarf es jedoch weder solcher Novellierungsvorschläge noch einer Revierbeschränkung.

 

Abgesehen davon ist die Einführung einer generellen Ausweichpflicht gegenüber der Berufsschifffahrt nicht nötig, da in den kritischen (hier: „engen“) Fahrwasserbereichen die Berufsschifffahrt wegen ihrer geringeren Manövrierfähigkeit ohnehin nicht „behindert“ werden darf (s. KVR 9 (b) und (d) sowie KVR 10 (j)). In allen anderen Fahrwasserbereichen würde eine solche generelle Ausweichpflicht jedoch dazu führen, dass die Berufsschifffahrt noch weniger auf die Freizeitschifffahrt achtet wird, zumal bei einer Kollision für die Berufsschifffahrt i.d.R. kein Schaden zu befürchten ist und nach einer Kollision kaum zu erwarten ist, dass „Zeugen“ „auftauchen“ werden.

 

Text: U.Beier – www.kanu.de/kueste/

Quelle: SEGELN, Nr. 8/07, S.86 – www.segelnmagazin.de