09.08.2007 Zwischenfallmanagement (Ausbildung)

 

In der Zeitschrift OCEAN PADDLER berichtet Jeff Allen in dem Beitrag:

 

„Incident Management“

 

darüber, auf was wir alles zu achten haben, um kritische Zwischenfälle (i.d.R. eine Kenterung, die ein Kanute nicht selber rückgängig machen kann) zu meistern. Nicht nur, aber Insbesondere ein Fahrtenleiter/Ausbilder steht in der rechtlichen und moralischen Pflicht, seine Mitpaddler, die er aufs Meer hinaus „gelockt“ hat, wieder sicher zurück ans Land zu bringen.

 

An erster Stelle eines solchen Zwischenfallmanagements steht das stete Paddel- und Rettungs-Training auf dem Wasser, und zwar schon vor einer angesetzten Tour und unter allmählich schwerer werdenden Gewässerbedingungen. Wer ein solches Training immer und immer wieder unternimmt, wird gar nicht so leicht in eine kritische Situation geraten und wenn doch, dann wird er eher klaren Kopf behalten, da er ja vorher trainiert hat, was er zu tun hat, und auch weiß, dass das funktioniert.

 

Die zweite Stelle nimmt die richtige Fahrtenvorbereitung ein. Dazu gehört:

 

 

An dritter Stelle steht die Gruppenkontrolle während eines Zwischenfalles.

 

 

Danach folgt an vierter Stelle die Prioritätensetzung:

 

 

An fünfter Stelle sind die Handlungsmöglichkeiten abzuwägen. Dabei gilt es, alle Faktoren, die zur Problemlösung positiv bzw. negativ beitragen können, zu berücksichtigen. Hierzu gehören z.B.:

 

 

An sechster Stelle steht die Prüfung der Frage an, ob während eines Zwischenfalles einzelnen Aufgabe an Dritter delegiert werden können. Gerade wenn die Gewässerbedingungen so sind, dass einzelne Teilnehmer an ihre Grenzen stoßen könnten, ist es sehr hilfreich zu wissen, dass wir uns – sofern es kritisch wird – auf die Unterstützung durch einen erfahrenen Dritten verlassen können.

 

Zusammenfassung: U.Beier – www.kanu.de/kueste/

Quelle: OCEAN PADDLER, Nr. 1/07, S.54-56 – www.oceanpaddlermagazine.com