01.11.2008 Bitte Warten: Das Allerneueste zur Pyro-Prüfung (Ausbildung)

 

Seit über 2 Jahren ist es nicht mehr möglich den „Sachkundenachweis“ (SKN) zur Erlangung des „Pyro-Scheins“ zu erbringen. Nicht nur aus der Sicht des Küstenkanuwanderns ist das als kritisch zu erachten; denn alle jene Kanutinnen und Kanuten, die neu ins Küstenkanuwandern einsteigen, können nicht die einzig effizienten Seenotsignalmittel (z.B. Seenotsignalraketen der Klasse T2) erwerben. Dazu benötigen sie einen „Pyro-Schein“. Entsprechende Prüfungen, bei denen nachgewiesen wird, ob wir über die nötige Sachkunde verfügen und mit solchen T2-Klasse Seenotsignalmitteln verantwortungsbewusst umgehen können, werden jedoch derzeit – entgegen anders lautender Meldungen - aus sicherheitspolitischen Gründen immer noch nicht angeboten.

 

Es handelt sich hierbei um einen Missstand, bei dem die Wahrung der „Inneren Sicherheit“, d.h. der Schutz der Menschen vor dem Missbrauch solcher Signalmittel, höher gewichtet wird, als die Wahrung der „Sicherheit und Leichtigkeit des Sportbootverkehrs“, d.h. die Ermöglichung aller am Sportbootverkehr Beteiligten im Seenotfall mit Hilfe von Signalmitteln auf sich aufmerksam machen zu können. Der Schleswig-Holsteinische Segler-Verband aber auch der u.a. für die Ausgabe von „Pyro-Scheinen“ zuständige „Prüfungsausschuss Bremen“ (PA-Bremen) hatten daraufhin eine „Einzelfalllösung“ angestrebt, die ihnen erlaubte, den „Sachkundenachweis“ abzuprüfen.

 

So sinnvoll solche Einzelfalllösungen auch sind, darf eine bundesweite Lösung dieses Problems nicht aus den Augen verloren werden. Deshalb haben alle in dieser Sache Beteiligten darauf verzichtet, in nächster Zeit den „Sachkundenachweis“ zur Erlangung des Pyro-Scheins abzuprüfen. Vielmehr soll auf eine bundesweite Lösung gewartet werden.

 

Der DKV steht hier im engen Kontakt mit dem DSV. Wie es scheint, ist eine Lösung bis April 2008 zu erwarten. Die folgenden zwei Kernpunkte des DKV, nämlich

 

  1. dass der Sachkundenachweis auch von jenen erbracht werden kann, die über keinen „Sportbootführerschein“ verfügen;
  2. und dass bei der Überprüfung der Sachkunde unterschieden wird, ob ein Signalwaffe (hier: Signalpistole) oder nur Seenotsignalraketen (hier: Klasse T2) benötigt werden;

 

werden wahrscheinlich Inhalt dieser Lösung sein.

 

Link: www.pa-bremen.de/aktuelles.php#45