29.12.2010 Zur Relevanz des Volumens von Seekajaks (Ausbildung)

 

In der DKV Marktübersicht 2011: Seekajaks (Einer):

 

è www.kanu.de/nuke/downloads/Marktuebersicht-SK1.pdf

 

reicht das Volumen der Seekajaks von ca. 224 Liter („Greenland“ <543x50cm> von TAHE) bis ca. 531 Liter („Solstice Titan“ <540x61cm> von CURRENT DESIGNS). Meist sind diese Angaben nicht immer exakt. Es gibt nämlich keine international gültige Norm zur Bestimmung des Volumens von Seekajaks. Zwei Methoden kommen dabei in Frage: Die Bestimmung des Verdrängungsvolumens (VV), also jenes Volumens (gemessen in Liter), wenn ein Boot z.B. ganz unter Wasser gedrückt wird, und des „Füllmengenvolumens“ (FV), also jenes Volumens (gemessen in Liter), wenn ein Boot völlig mit Wasser gefüllt wird (hier: Bug- und Heckstauraum plus Sitzluke). In der Regel ist das „Füllmengenvolumen“ um ca. 10 % niedriger als das Verdrängungsvolumen.

 

·         Das Verdrängungsvolumen wird i.d.R. per Computerprogramm bestimmt. D.h. man gibt in das Programm ein paar - jedoch nicht alle - technische Daten ein. Das Programm rechnet dann das VV aus. Angewandt wird diese Methode z.B. von der us-amerikanischen Zeitschrift SEA KAYAKER.

 

·         Beim „Füllmengenvolumen“ wird das Volumen z.B. mit Hilfe eines Wassereimers ausgelitert. Fehler entstehen meist dadurch, da aus Gründen der Form insbesondere des Bug-Stauraums und der Sitzluke das Volumen nicht genau, d.h. „Blasen frei“ ausgelitert werden kann.

 

Welche Bedeutung hat nun das Volumen eines Seekajaks für das Küstenkanuwandern?

 

1.      Je größer das Volumen ist, desto länger bzw. breiter bzw. höher wird ein Seekajak. Ein langes Seekajak hat wohl das Zeug dazu, schneller zu sein („Länge läuft“), aber ein breiteres Seekajak läuft wiederum langsamer („Breite bremst“) und ein höheres Seekajak ist windempfindlicher (erhöhte Luv-,/Leegierigkeit/Abdrift), läuft aber u.U. trockener („Höhe hüpft“).

 

Abgesehen davon ist ein längeres Seekajak nicht mehr ganz so manövrierfähig (bemerkbar macht sich das wohl so ab 550 cm Länge). Für ein Seekajak, mit dem man auf Gepäckfahrt geht bzw. mit dem man in der Brandung fährt, kann die eingeschränkte Manövrierbarkeit schon ein entscheidendes Manko sein.

 

2.      Je größer das Volumen ist, desto größer wird in der Regel auch das Cockpit. Es gibt nur wenige – meist britische – Hersteller, die Seekajaks mit nahezu identischem Volumen aber unterschiedlichen Cockpitvolumen produzieren. Wächst jedoch das Cockpitvolumen mit dem Gesamtvolumen, ist davon auszugehen, dass in solche Seekajaks dann die kleineren und leichteren Kanuten nicht mehr über den genügenden Sitzhalt (hier: Schenkel- und Hüfthalt) verfügen, mit der Folge, dass sie sich nicht mehr so leicht zur Welle legen, nicht mehr so leicht hoch stützen bzw. eskimotieren können:

è www.kanu.de/nuke/downloads/Volumen&Sitzhalt.pdf

 

3.      Je größer das Volumen ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Gepäckvolumen (hier: Bug- und Heckstauraum) größer ist. Jedoch kann man da nicht immer sicher sein, dass das zutrifft; denn u.U. geht mögliches Gepäckvolumen dadurch unverhältnismäßig großes Cockpitvolumen verloren.

 

Meist ist das darauf zurückzuführen, dass – z.B. trifft man das i.d.R. bei PE-Seekajaks an -  das Bugschott viel zu weit vorne und das Heckschott viel zu weit hinten eingeklebt wird. Professionellere Hersteller von Seekajaks aus Faserverbundstoffen bieten daher an, dass zumindest das Bugschott auf Maß eingebaut werden kann, d.h. der Beinlänge des Kanuten angepasst wird. Dadurch wird nicht nur zusätzlicher Stauraum gewonnen, sondern gleichzeitig auch das Cockpitvolumen so reduziert, dass nach einer Kenterung mit Ausstieg weniger Wasser hineinlaufen kann. Dieselben Hersteller achten meist von Anfang an auch darauf, dass das Bugschott möglichst dicht hinter der Sitzluke eingebaut wird.

 

Besitzt man nun ein Seekajak mit viel zu hohem Cockpitvolumen, bleibt einem bei mehrtätigen Touren gegebenenfalls nichts anders übrig, als ein Teil seines Gepäcks auch im Cockpit zu verstauen. Das ist hinter der Sitzluke zwischen Sitz und Heckschott noch recht einfach möglich. Will man aber etwas Gepäck auch zwischen Bugschott und Beinen lagern, so bedarf das u.U. einer zusätzlichen Sicherung, damit bei einer Kenterung dieses Gepäck nicht verloren gehen kann.

 

4.      Je größer das Volumen, desto kippeliger kann ein Seekajak werden, wenn es nur mit etwas Tagesgepäck beladen ist. Wenn ein solches Seekajak aber dann randvoll beladen wird, kann es jedoch passieren, dass es dann zu stabil auf dem Wasser liegt. Ein zu kippstabiles Seekajak kann aber von einem Kanuten nur mit Mühe in seitlich einlaufende Wellen gekantet, hoch gestützt bzw. gerollt werden.

 

Gibt es ein optimales Volumen für Seekajaks?

 

Die Größe des zu wählenden Volumens hängt vom Gesamttransportgewicht (G) ab, also von dem Gewicht, dass das Seekajak insgesamt zu tragen hat. Hierzu zählen:

 

·         das Bootsgewicht (z.B. 25 kg)

·         das Ausrüstungsgewicht (z.B. 10 kg)

·         das Körpergewicht der Kanutin bzw. des Kanuten (z.B. 55 kg oder 90 kg)

·         und das zu transportierende Gepäckgewicht (z.B. 10 kg bei Tagestouren bzw. 40 kg bei mehrtätigen Touren)

è Gesamttransportwicht:

a) bei einem 55-kg-Kanutin = 100 kg bzw. 130 kg

b) bei einem 90-kg-Kanuten = 135 kg bzw. 165 kg

 

In Anbetracht dessen, dass die Hersteller von Seekajaks mitunter Schwierigkeiten haben, das Volumen ihrer Seekajaks zu bestimmen, kann man sich vorstellen, wie schwierig es ihnen fällt, für ein Seekajak, das ein bestimmtes Gesamttransportgewicht tragen soll, das optimale Volumen verlässlich zu bestimmen.

 

Da das Gesamttransportgewicht nicht immer gleich bleibt, man aber nicht immer für ein jeweilig vorgegebenes Gesamttransportgewicht ein Seekajak mit optimalen Volumen zur Verfügung steht, bietet sich eher an, Folgendes zu fragen:

 

a)      Wo liegen bei einem Seekajak mit einem vorgegebenen Volumen die Grenzen der Tragfähigkeit, d.h. wie hoch sollte sein Mindest- und Höchst-Gesamttransportgewicht sein?

b)      Welches Volumen sollte ein Seekajak bei einem vorgegebenen Gesamttransportgewicht mindestens bzw. höchstens haben?

 

Um diese beiden Fragen zu beantworten, greife ich auf eine von mir entwickelte „Faustformel“ zurück, die besagt, dass das Gesamttransportgewicht (G) (gemessen in kg) zwischen 30% und 60% des Seekajak-Volumens (V) (gemessen in Liter) liegen sollte (gemeint ist hier das „Füllmengenvolumen“):

 

30% V < akzeptables Gesamttransportgewicht < 60% V

 

·         Liegt das Gesamttransportgewicht unter der jeweilige Untergrenze, würde das Seekajak immer windanfälliger und u.U. kippliger werden, aber trockener laufen.

·         Liegt es über der jeweiligen Obergrenze, würde es weniger windanfällig und u.U. weniger kipplig werden, dafür aber immer nasser laufen.

 

Es handelt sich hier um eine „Faustformel“, die eine Näherungslösung liefert, welche einem - nach der Entscheidung über Händler, Hersteller und Preis - bei der ersten Auswahl (1) von konkrete in Frage kommenden Seekajaks eine Entscheidungshilfe bietet. Die nächste Auswahlentscheidung (2) für ein Seekajak sollte man dann nach einer Sitzprobe und die dann nachfolgende Entscheidung (3) erst nach einer ausgiebigen Probefahrt auf einem Großgewässer unter realistischen Bedingungen treffen (ab 3-4 Bft. Wind mit und ohne Gepäck); denn bei „Ententeichbedingungen“ und auf Kleinflüssen spielt das Volumen nur eine untergeordnete Rolle. Übrigens, die endgültige Entscheidung (4) für oder gegen ein Seekajak hängt dann u.U. auch noch davon ab, ob das Gepäck, das man gewohnheitsmäßig immer dabei hat, nicht nur vom Gewicht, sondern auch vom Umfang (Volumen) her in das in Frage kommende Seekajak passt.

 

Im Folgenden soll zu den Fragen a) und b) eine Beispielsrechnung vorgestellt werden. Es wird dabei von zwei Seekajaks mit je 300 Liter bzw. 400 Liter Volumen ausgegangen.

 

Die Unter- und Obergrenzen hängen vom Volumen des Seekajaks ab:

 

·         400-Liter-Seekajak = G hat zwischen 120 kg (=30%V)und 240 kg (=60%V) zu liegen.

·         300-Liter-Seekajak = G hat zwischen 90 kg (=30%V) und 180 kg (=60%V zu liegen.

 

Ein optimales Gesamttransportgewicht für ein vorgegebenes Volumen kann mit dieser Formel nicht ermittelt werden (auch wenn ich das mal mit 45%V vorgeschlagen hatte, weil es genau in der Mitte von 30% und 60% liegt), es gibt aber einen idealen Bereich, der je nach Seekajak zwischen 45%V und 50%V liegen dürfte:

 

45% V < ideales Gesamttransportgewicht < 50% V

 

Bezogen auf die oben beispielhaft für eine 55-kg-Kanutin und einem 90-kg-Kanuten vorgegebenen Werte für das Gesamttransportgewicht kann nun Folgendes abgeleitet werden:

 

55-kg-Kanutin: Gesamttransportgewicht = 100 kg bzw. 130 kg:

 

Bei einer Tagestour (mit G = 100 kg) wären die beiden Seekajaks wie folgt beladen:

·         400-Liter-Seekajak = 25%V (è nicht akzeptabel)

·         300-Liter-Seekajak = 33%V (è gerade so akzeptabel)

 

Bei einer Gepäcktour (mit G = 130 kg) kämen die folgenden Werte heraus:

·         400-Liter-Seekajak = 33%V (è gerade so akzeptabel)

·         300-Liter-Seekajak = 43%V (è fast ideal)

 

Es hängt nun davon ab, was bei unserer 55-kg-Kanuten im Vordergrund steht, die Tages- oder die Gepäcktouren. Zieht sie Tagestouren (G = 110 kg) vor, wäre ein 300-Liter-Kajak „gerade so akzeptabel“, ein 400-Liter-Kajak jedoch „nicht mehr akzeptabel“. Sie müsste dann nur noch in die Sitzluke des 300-Liter-Seekajaks passen. Stehen Gepäcktouren (G = 130 kg) im Vordergrund, so wäre jedoch das 300-Liter-Seekajak „fast ideal“ und dass 400-Liter-Seekajak nur „gerade so akzeptabel“.

 

Aber vielleicht sollte sich die 55-kg-Kanutin für ein Seekajak entscheiden, das bei Gepäcktouren (mit G=130 kg) im „idealen“ Bereich zwischen 45%V und 50%V liegt? In Frage käme dann gemäß der Faustformel ein Seekajak, dessen Volumen zwischen 289 Liter (0,45V=130 è V = 289) und 260 Liter (0,50V=130 è V = 260) läge. Seekajaks mit solchem einem Volumen wären für sie für Gepäckfahrten (mit G = 130 kg) „idealer“, aber bei Tagestouren (mit G= 100 kg) „akzeptabler“ als ein 300-Liter- oder gar 400-Liter-Seekajak:

 

·         400-Liter-Seekajak = 25%V bei G = 100 kg und 33%V bei G = 130 kg

·         300-Liter-Seekajak = 33%V bei G = 100 kg und 43%V bei G = 130 kg

·         289-Liter-Seekajak = 35%V bei G = 100 kg und 45%V bei G = 130 kg

·         260-Liter-Seekajak = 38%V bei G = 100 kg und 50%V bei G = 130 kg

 

So, jetzt müsste eine 55-kg-Kanutin, die überwiegend Gepäcktouren (mit G = 130 kg) unternimmt, eigentlich wissen, welche Seekajaks sie in die engere Wahl einbeziehen sollte, nämlich Seekajaks mit einem Volumen, welches etwa zwischen 260 und 289 Liter liegt. Seekajaks, die in diesen Volumen-Bereich fallen, sind bei G = 130 kg „ideal“ beladen und bei G = 100 kg immerhin noch „akzeptabel“ beladen.

 

Zöge eine solche Kanutin es jedoch vor, nur Tagestouren (mit G = 100 kg) zu unternehmen, sähe die Auswahl jedoch anders aus. Das gewünscht Seekajak sollte dann bei G = 100 kg im idealen Bereich zwischen 45%V und 50%V liegen. In Frage kämen dann nur Seekajaks, deren Volumen lt. Faustformel zwischen 222 Liter (0,45V=100 è V = 222) und 200 Liter (0,50V=100 è V = 200) lägen:

 

·         222-Liter-Seekajak = 45%V bei G=100 kg und 59%V bei G=130 kg

·         200-Liter-Seekajak = 50%V bei G=100 kg und 65%V bei G=130 kg

 

Da die Kanutin mit diesen beiden Seekajaks im Falle einer mehrtägigen Gepäckfahrt (mit G = 130 kg) an deren Obergrenzen stoßen (= 59%V) bzw. diese Obergrenzen überschreiten (=65%V) würde, könnte man ihr nur raten, bei Gepäckfahrten auf ein voluminöseres Seekajak zurückzugreifen, letztlich wahrscheinlich auch deshalb, weil sie ihr Gepäck nicht vom Gewicht, wohl aber vom Umfang (Volumen) her nicht in solch niedrigvolumigen Seekajaks unterbringen könnte.

 

Abgesehen davon werden jedoch Seekajaks mit solch einem niedrigen Volumen auf dem Markt nicht angeboten. Die 55-kg-Kanutin müsste sich ein solches Seekajak dann schon selber bauen oder bauen lassen, z.B. ein westgrönländisches „Zuckersack“-Boot oder Holzboot.

 

Wie sieht nun die Rechnung aus für einen:

 

90-kg-Kanuten: Gesamttransportgewicht = 135 kg bzw. 165 kg?

 

Bei einer Tagestour (mit G = 135 kg) wären die beiden beispielhaft ausgewählten Seekajaks wie folgt beladen:

·         400-Liter-Seekajak = 34%V (è akzeptabel)

·         300-Liter-Seekajak = 45%V (è ideal)

 

Bei einer Gepäcktour (mit G = 165 kg) kämen die folgenden Werte heraus:

·         400-Liter-Seekajak = 41%V (è fast ideal)

·         300-Liter-Seekajak = 55%V (è akzeptabel)

 

Es hängt nun davon ab, was bei unserem 90-kg-Kanuten im Vordergrund steht, die Tages- oder die Gepäcktouren. Für Tagestouren (G = 135 kg) wäre ein 300-Liter-Seekajak „ideal“ und das 400-Liter-Seekajak „akzeptabel“. Er müsste dann nur noch in die Sitzluke eines solchen Kajaks passen. Für Gepäcktouren (G = 165 kg) wäre dagegen das 400-Liter-Seekajak fast „ideal“ und das 300-Liter-Seekajak „akzeptabel“.

 

Aber vielleicht sollte er sich für ein Seekajak entscheiden, dass bei Gepäcktouren (mit G = 165 kg) im „idealen“ Bereich zwischen 45%V und 50%V liegt? In Frage käme dann ein Seekajak, dessen Volumen lt. Faustformel zwischen 367 Liter (0,45V=165 è V=367) und 330 Liter (0,50V=165 è V=330) läge. Seekajaks mit solchem einem Volumen wären für den 90-kg-Kanuten bei einem Gesamttransportgewicht von 165 kg geradezu „ideal“ und bei Tagestouren (mit G= 135 kg) immerhin „akzeptabel“ bis „fast ideal“:

 

·         400-Liter-Seekajak = 34%V bei G=135 kg und 41%V bei G=165 kg

·         367-Liter-Seekajak = 37%V bei G=135 kg und 45%V bei G=165 kg

·         330-Liter-Seekajak = 41%V bei G=135 kg und 50%V bei G=165 kg

·         300-Liter Seekajak = 45%V bei G=135kg und 55%V bei G=165 kg

 

So, jetzt müsste auch unser 90-kg-Kanute, der überwiegend Gepäcktouren (mit G = 165 kg) unternimmt, eigentlich wissen, welche Seekajaks er in die engere Wahl einbezieht, nämlich Seekajaks mit einem Volumen, welches etwa zwischen 330 und 367 Liter liegt. Dabei müsste das 330-Liter-Seekajak für ihn ein echtes Allround-Seekajak sein. Ist es doch für Gepäcktouren (mit G = 165 kg) „ideal“ und für Tagestouren (mit G = 135 kg) „fast ideal“ geeignet.

 

Zöge ein solcher Kanute es jedoch vor, nur Tagestouren (mit G = 135 kg) zu unternehmen, sähe die Auswahl jedoch anders aus. Das gewünscht Seekajak sollte dann bei G = 135 kg im idealen Bereich zwischen 45%V und 50%V liegen. In Frage kämen dann nur Seekajaks, deren Volumen lt. Faustformel zwischen 300 Liter (0,45V=135 è V = 300) und 270 Liter (0,50V=135 è V = 270) lägen:

 

·         300-Liter-Seekajak = 45%V bei G=135 kg und 55%V bei G = 165 kg

·         270-Liter-Seekajak = 50%V bei G=135 kg und 61%V bei G = 165 kg

 

Unter dieser Vorgabe, nämlich die Bevorzugung von Tagestouren, wären für einen 90-kg-Kanuten alle Seekajaks zwischen 270 und 300 Liter geeignet, sofern er in die Sitzluke dieser Seekajaks passt. Empfehlenswert wäre jedoch nur das 300-Liter-Kajak; denn mit dem käme der Kanute auch noch dann noch zurecht, wenn er doch mal auf Gepäcktour gehen möchte.

 

Sollte jedoch das Gepäck der Kanutin bzw. des Kanuten nicht zu schwer, aber zu voluminös sein, könnten sie wohl auf ein voluminöseres Seekajak zurückgreifen. Damit würden sie sich aber dafür entscheiden, ein Seekajak zu kaufen, das wohl vom Volumen her „akzeptabel“ aber nicht „ideal“ ist. Alternativ dazu könnten sie aber auch versuchen, ihr Gepäck vom Volumen her zu vermindern (z.B. durch genau abgezähltes Essen & Trinken, kleineres Zelt, kleinere Matte, kleineren Kocher, kleinere Bootswagen, weniger Reservebekleidung, kein Tisch & Stuhl). Vgl. hierzu:

 

www.kanu.de/nuke/downloads/Gepaeckprobleme.pdf

www.kanu.de/nuke/downloads/Proviantierung.pdf

 

Übrigens, Freya Hoffmeister kam bei ihrem „Race Around Australia“ (13.800 km in 332 Tagen) etwa auf ein maximales Gesamttransportgewicht von 195 kg. Sie paddelte ein EPIC 18X Sport (549x56cm; ca. 369 Liter Volumen) und kam folglich mit ihrem Seekajak auf max. 53%V.

 

Text: Udo Beier