29.05.2014 Transport eines schwimmenden „Kenterbruders“ (Ausbildung)

 

Was machen wir eigentlich, wenn wir einem im Wasser treibenden „Kenterbruder“ helfen wollen:

 

 

Nun, das folgende Video von „Sea Kayaking Cornwall“:

 

www.youtube.com/watch?v=FaeFzUcYhII

 

zeigt drei Varianten des Transports eines „Kenterbruders“ auf:

 

  1. Der „Kenterbruder“ hält sich am Bug des Seekajaks seines „Retters“ fest, in dem er sich mit seinen Beinen um den Bug klammert. Sein „Retter“ transportiert ihn dann entweder vor- oder rückwärts voran.
  2. Er hält sich hinten am Heck des Seekajaks seines „Retters“ fest und lässt sich – auf dem Rücken treibend im Wasser - voran transportieren. Gegebenenfalls versucht er mit Schwimmbewegungen den Transport zu erleichtern. Das Tragen eines Trockenanzuges unterstützt dabei den Auftrieb des „Kenterbruders“ und verhindert so, dass er zum „Treibanker“ wird.
  3. Er krabbelt auf das Achterdeck des Seekajaks seines „Retters“ und lässt sich – dicht auf dem Achterdeck kauernd – voran transportieren.

 

Die 3. Variante wurde einst von Sigurd Sander gewählt, als seine Mitpaddlerin in einem unabgeschotteten Seekajak mehrere Kilometer westlich vor Trischen im Seegang kenterte. Da ihr Kajak nicht gelenzt werden konnte und nach dem Wiedereinstieg stets unter der Wasseroberfläche trieb, nahm er die „Kenterschwester“ aufs Achterdeck seines voluminöseren „HABEL“. Unterwegs zur Insel wurde sie mehrmals vom Achterdeck gespült, ohne dass dabei ihr „Retter“ kenterte (s. „K.o. am D-Steert“, in: Seekajak 26/90, S.25-32).

 

Text: Udo Beier