21.11.2001 Reichweite von UKW-Handfunkgeräten (Ausrüstung)

Seit 2001 dürfen beim Küstenkanuwandern UKW-Handfunkgeräte benutzt werden, und zwar unter den folgenden Voraussetzungen: UKW-Sprechfunkzeugnis und ein in Deutschland zugelassenes und angemeldetes UKW-Handfunkgeräte.

Die Reichweite solcher Geräte wird von der möglichen Sichtweite (d.h. der Erdkrümmung) und der Höhe der Sender- und Empfänger-Antenne bestimmt. Je höher die Antenne liegt, desto größer ist die Reichweite. Die Reichweite selbst lässt sich über die folgende Formel bestimmen (mit Wurzel = Quadratwurzel):

Reichweite (km) = 3.843 x (Wurzel Sendehöhe (m) + Wurzel Empfangshöhe (m))

Bei den Berechnungen wird auf ganze km auf-/abgerundet und beim Kanuten von folgenden Sendehöhen ausgegangen:

0,2 m (im Wasser schwimmend),

0,6 m (nach Kenterung auf dem Kajak liegend)),

1,1 m (im Kajak sitzend) bzw.

1,8 m (gestützt durch Kameraden im Kajak stehend).

Zu beachten ist hierbei, dass die Höhe des Seegangs entscheidend die Sendequalität beeinflussen kann. Das betrifft insbesondere einen im Wasser schwimmenden bzw. auf dem Kajak liegenden Kanuten. Schon bei "mäßig bewegtem" Seegang (4 Bft.) kann die Wellenhöhe etwa 1 m betragen. Eine Kommunikation über ein UKW-Handfunkgerät kann dann nicht mehr störungsfrei ablaufen. Übrigens, der Einsatz eines Handys ist in einer solchen Situation praktisch kaum noch möglich, da der Netzempfang stets zusammenbricht, wenn man sich im Wellental befindet.

Text: Udo Beier