19.12.2001 Test GPS-Geräte (Ausrüstung)

In der Zeitschrift OUTDOOR wird ein Testbericht über 6 Geräte vorgestellt:

Aus Sicht des Küstenkanuwanderns sind eigentlich nur Geräte geeignet:

Braucht man nun zum Küstenkanuwandern ein GPS-Gerät? Nun, wer ohne Landsicht paddeln will, der ist schon auf ein solches Gerät angewiesen, auch wenn in letzter Zeit von einigen behauptet wurde, dass sie eine Nordseequerung auch ohne GPS-Gerät schaffen würden. Leider wird dabei übersehen, dass man mit einem Kompass nur die Richtung, nicht jedoch die genaue Position ableiten kann, sodass eine punktgenaue Landung mit einem Kompass allein nur bei entsprechender Größe der Zielortes bzw. bei entsprechender Sicht möglich ist. D.h. von Helgoland aus kommend wird man wohl immer irgendwann je nach Kurs auf die nord-, ostfriesische bzw. britische Küste stoßen, aber das gilt nicht umgekehrt: Wer von der Küste nach Helgoland will und garantiert nicht vorbeifahren möchte, ist bei fehlender Sicht (Nebel) auf ein GPS-Gerät (bzw. eine andere elektronische Navigationsmöglichkeit) angewiesen.

Bei Land-, Tonnen- bzw. Leuchtturmsicht ist man jedoch nur dann auf ein GPS-Gerät angewiesen, wenn Nebel herrscht; selbst bei Dunkelheit ist es vielfach noch möglich, sich an den vor einem liegenden Lichtern zu orientieren. Im Nebel ist es aber u.U. wichtig, dass man punktgenau Kurs halten kann, um Untiefen ausweichen bzw. von Fahrwassern Abstand halten zu können. Wenn jedoch die Schifffahrt ebenfalls außerhalb des Fahrwassers fährt, dann hilft eigentlich nur noch das UKW-Handfunkgerät, um die Positionen austauschen und somit einer mögliche Kollision entgehen zu können.

Ansonsten macht ein GPS-Gerät das Küstenkanuwandern nur komfortabler, z.B. erfährt man:

GPS-Geräte können einen aber auch Probleme bereiten, sei es, dass:

Infos zum Test: OUTDOOR, Nr. 1/02, S.50-54 / www.outdoor-channel.de

www.benefon.com / www.garmin.com / www.magellangps.com / www.silva.se

Text: Udo Beier, DKV-Referent für Küstenkanuwandern