21.03.2003 Fahrradschlauchabdichtung für Lukendeckel (Ausrüstung)

 

Bei kürzlich veranstalteten Rettungsübungen im Hallenbad platzte der als Abdichtung für einen Lukendeckel verwendete Fahrradschlauch eines PIETSCH & HANSEN – Seekajaks (hier: Oland). Das passierte ca. 30 Minuten, nachdem das Kajak von draußen (Lufttemperatur: ca. +10°C) nach drinnen ins Hallenbad (Lufttemperatur: ca. 25°C) gebracht wurde.

 

Dieses Ereignis zeigt erneut, wie kritisch solche Fahrradschlauchabdichtungen zu beurteilen sind. Wahrscheinlich ist ein Handhabungsfehler des Besitzers nicht auszuschließen (zu stark aufgepumpt!?).

 

Warum aber entscheidet man sich für solch eine Abdichtungstechnik, wenn es Alternativen gibt, die nicht solch ein „Handhabungsrisiko“ haben (z.B. wird der „Oland“ auch mit den finnischen Lukendeckel aus Weichplastik angeboten). So etwas kann ja nicht nur im Hallenbad passieren, sondern über all dort, wo über kurz oder lang größere Temperaturunterschiede auftreten können, z.B.:

 

 

Beim Aufpumpen sollte daher immer daran gedacht werden, ob nicht solche Bedingungen vorherrschen. Trotzdem sollte generell auf einer Tour solch ein Malheur einkalkuliert werden. D.h. ein Reserveschlauch sollte immer in einem solchem Kajak liegen.

 

Natürlich gibt es auch mit anderen Lukendeckeln Probleme, z.B.:

 

 

Ansonsten sollte man immer eine große Rolle Gewebeband dabei haben, um nicht nur Schäden am Unterwasserschiff, sondern notfalls auch am Deckel reparieren zu können.

 

Und wessen Kajak nur mit runden Lukendeckeln aus Weichplastik ausgerüstet ist, denn nichts dichtet dichter als solche runden Deckel, für den lohnt sich fast, stets eine Latex-Badekappe mitzuführen. Die lässt sich nämlich leicht als Lukendeckel-Ersatz verwenden: Einfach über den Lukendeckelrahmen spannen, fertig!