25.03.2004 Funktionsunterwäsche (Ausrüstung)

 

In der YACHT berichten G.Loning und P.Schürmann in dem Beitrag:

 

„Fasern für die Haut“

 

über einen Test von 9 verschiedenen Funktionsunterwäschen.

 

Solche Funktionsunterwäschen zeichnen sich dadurch besonders aus, dass sie:

 

 

Diese Eigenschaften der Funktionsunterwäsche kommen am besten dann zur Geltung, wenn entsprechende Überbekleidung getragen wird, die in der Lage ist, die Feuchtigkeit nach außen weiter zu leiten. Förderlich ist dabei das sog. „Drei-Lagen-System“:

 

 

Als zu testende Funktionsunterwäsche wurde solche ausgewählt, die im Frühjahr und Herbst getragen werden kann.

 

Die Tests wurden u.a. vom Schweizer Materialforschungs- und Technologielabor Empa durchgeführt. Als zu testende Kriterien wurde einbezogen:

 

 

Zusätzlich wurde der Tragekomfort erfragt (hier: persönliche Eindrücke).

 

Getestet wurde Funktionsunterwäsche von „Craft Pro-Serie“, „Gill i2 Lite“, Helly Hansen Lifa Sport“, Icebreaker Bodyfit“, „Musto Thermal System“, „Odlo Warm“, „Falke Ergonomic Pro-Serie“, „Henri Lloyd Baselayer“ und „Marinepool Thermo-Serie“.

 

Als Ergebnisse kamen u.a. heraus:

 

IR-Komforttest = 24,5 Minuten;

Trockenzeit = Mittelwert bei Feuchtigkeitsaufnahme und Trocknung;

Wärme-Isolation = im Wesentlichen mittlerer Wärmeverlust (unter dem extra Windstopper bessere Werte);

persönlicher Tragekomfort = bei körperlicher Anstrengung Feuchtigkeitsstau auf der Innenseite;

 

IR-Komforttest = 77,2 Minuten;

Trockenzeit = nimmt die geringste Feuchtigkeit auf; trocknet am schnellsten;

Wärme-Isolation = Mittelfeld, d.h. viel Wärmeverlust, jedoch kühlt die Testpuppe wenig ab;

persönlicher Tragekomfort = feines Körpergefühl, weich, leicht;

Zum Vergleich „test“-Werte der Stiftung Warentest =

Feuchteregulierung: ausreichend; Wärmeregulierung: gut;

 

IR-Komforttest = 11,3 Minuten;

Trockenzeit = mittlere Feuchtigkeitsaufnahme; eher lange Trockenzeit;

Wärme-Isolation = beim Wärmebild Mittelmaß, ansonsten relativ wenig Wärmeverlust;

persönlicher Tragekomfort = weiches Material, das sich angenehm und warm anfühlt;

 

IR-Komforttest = 109,5 Minuten;

Trockenzeit = kaum Feuchtigkeitsaufnahme; sehr kurze Trockenzeit,

Wärme-Isolation = ziemlich gut; Testpuppe verliert kaum Wärme;

persönlicher Tragekomfort = Leicht, warm, angenehm;

Zum Vergleich „test“-Werte der Stiftung Warentest =

Feuchteregulierung: gut; Wärmeregulierung: gut;

 

IR-Komforttest = 20,1 Minuten;

Trockenzeit = Mittelwert bei Feuchtigkeitskaufnahme und Trocknung;

Wärme-Isolation = Wärmebild mit viel Wärmeverlust; ansonsten bleibt die Temperatur zwischen Haut und Wäsche angenehm hoch;

persönlicher Tragekomfort = sehr hoch; trägt sich leicht, fühlt sich weich und kühl an;

 

IR-Komforttest = 47,5 Minuten;

Trockenzeit = nimmt die meiste Nässe auf; trocknet am langsamsten;

Wärme-Isolation = entgegen dem Wärmebild kühlt die Testpuppe am wenigsten ab.

persönlicher Tragekomfort = deutlich wärmer; pro und contra („kratzt“).

 

Bei dem Bericht wird nur ganz pauschal auf die „Geruchsentwicklung“ beim Tragen solcher Wäsche hingewiesen. Jedoch fehlt eine Anmerkung dazu, dass der Einsatz antibakterieller Mittel (z.B. Triclosan):

 

 

Außerdem soll es nach Auskunft von Prof. Daschner vom Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene (Uni Freiburg) „bisher keine einzige gute wissenschaftliche Studie geben, die gezeigt hätte, dass antibakterielle Wäsche tatsächlich bei einer großen Anzahl von Menschen den Schweißgeruch verhindert.“ Das einzige bewährte Mittel sei immer noch: „Waschen“. Das soll auch für Wäsche gelten, die mit „silberhaltige Fasern“ ausgerüstet ist.

 

Quelle: YACHT, Nr. 7/04, S.71-75 – www.yacht.de

Weitere Infos: test, Nr. 9/03, S.80-84 – www.test.de

siehe hierzu auch: www.kuestenkanuwandern.de/aktuell.html > Info v. 1.09.03 (Ausrüstung)