02.01.2005 Das Handy wird zum Funky (Ausrüstung)

 

In der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG berichtet A.Grote in dem Beitrag:

 

„Das Handy wird Funky. Neue Technik macht das Mobiltelefon zum Walkie-Talkie“

 

dass T-Mobile als erster deutscher Netzbetreiber Handys vorgestellt hat, die sich wie Funkgeräte verwenden lassen. Die Technik heißt „Push-to-Talk“ (PTT):

 

„Mit einem PTT-fähigen Gerät lassen sich einzelne Personen oder Gruppen mit 10 Teilnehmern und mehr gleichzeitig mit einer Sprachnachricht auf ihrem Handy erreichen.“

 

So kann ein Fahrtenleiter mit seinen Fahrtenteilnehmern in Kontakt bleiben und sich untereinander verständigen. Man braucht nur eine spezielle Taste auf dem Handy zu drücken und die Nachricht in das Mikrofon zu sprechen. Eine Sekunde später kommt die Botschaft bei den gewünschten Empfängern an. Die Empfänger selber werden vorher in einer extra Teilnehmerliste gespeichert. Dem Handydisplay kann man auch entnehmen, welcher Empfänger im Moment empfangsbereit ist. Während ein Teilnehmer spricht, können die anderen nur zu hören, nicht jedoch unmittelbar antworten. Verpasste PTT-Nachrichten werden jedoch nicht wiederholt bzw. - anders als bei SMS - nicht gespeichert. Wer ständig empfangsbereit sein möchte, muss ständig über GPRS eingeloggt sein. Solange keine PTT-Nachricht empfangen bzw. gesendet wird, ist das Handy für ankommende Telefonate erreichbar. Das gilt auch umgekehrt: Wenn man telefoniert kann man keine PTT-Nachricht empfangen.

 

PTT funktioniert bundesweit und auch im Ausland über das Mobilfunknetz, derzeit jedoch nur zwischen T-Mobile-Kunden. Ein netzübergreifender Standard wird für Mitte 2005 erwartet. Der Empfang einer PTT-Nachricht soll kostenlos bleiben. Das Versenden dagegen soll pro Tag 1 € oder im Monat 18 € kosten. Für diesen Betrag kann dann unbeschränkt „gepusht“ werden.

 

Quelle: SÜDDEUTSCHE ZEITUNG v. 2.12.04, S.10