23.03.2005 Glasfaserverstärkter Kunststoff (Ausrüstung)

 

In der YACHT bringen M.Matzek/M.-S.Kreplin/F.-P.Plaschke in dem Beitrag:

 

„Alles über den fachgerechten Umgang mit glasfaserverstärktem Kunststoff“

 

Infos & Tipps über:

 

 

Mit Hilfe dieses Beitrages lassen sich in etwa einige Aussagen beurteilen, die Lettmann über das Material seiner Kajaks macht:

 

DCS (Diolen (?) -Composite-System): Diolen-, Glasfasern und Sandwichmaterialien werden mit Hilfe Isophtalsäure-Polyester verbunden/verklebt: lange Lebensdauer, hoihe Bruchfestigkeit.

 

Yacht: Isophtalsäureharz ist ein übliches Polyesterharz.

 

LCS (Light-Composite-System): Carbon-, Aramid- (Kevlar-), Glas- und Sandwichmaterialien werden mit Hilfe von z.B. mit Venyl-Esther-Harz verbunden/verklebt: Carbonfasern sorgen für Zugkraft und Steifigkeit, Aramidfasern für Schlagfestigkeit und Diolenfasern für Bruchfestigkeit, wobei die Carbon- und Aramidfasern zu einem Gewebe verwoben werden (sog. Hybridgewebe).

 

Yacht: Vinylesterharz besteht aus Epoxid-Bausteinen. Es ist feuchtigkeitsresistenter und weist eine hohe Bruchdehnung auf. Aramidfasern sind doppelt so steif wie Glasfasern und besitzen eine hohe Schlagfestigkeit. Kohlefasern sind sechsmal so steif wie Glas, aber die Schlagfestigkeit ist gering niedrig.

 

VCS (Vacuum-Composite-System): Carbon, Aramid und Fiberglas werden unter Vakuumbedingungen mit Hilfe von Epoxyharz verbunden/verklebt: Gewichtsreduktion zwischen 5-10% und Festigkeitserhöhung um 30-40%.

 

Anmerkung: Wer also ein Seekajak eines anderen Herstellers in die engere Wahl zieht, sollte ihn mal danach fragen, welche Fasern er mit welchen Harzen verbindet. Wer nicht unbedingt darauf angewiesen ist, sein Seekajak allein aufs Autodach zu heben, sollte darauf achten, dass Fasern verwendet werden, die in erster Linie bruch- und schlagfest sind, und dass diese Fasern mit Harzen verbunden werden, die feuchtigkeitsresistenter sind und eine hohe Bruchdehnung aufweisen. Und wenn er besonders Wert auf die Leichtigkeit seines Seekajaks Wert legt, sollte er sich vom Hersteller das Maximalgewicht schriftlich zusichern lassen. Wenn der Hersteller bzw. Händler darauf nicht eingeht, sollte auf den Einsatz von Carbonfasern verzichtet werden.

 

Quelle: YACHT, Nr. 7/05, 69-87 – www.yacht.de