07.08.2005 Toggles: 10 nicht ganz haltlose Punkte (Ausrüstung)

 

Im SEA KAYAKER, Nr. August 2005, S.6-7, äußert sich Derek Hutchinson, neben Frank Goodman (Valley) einer der Väter seetüchtiger Kajaks, in einem Leserbrief über die Bedeutung von:

 

„Toggles“.

 

Toggels sind Halteknebel, die i.d.R. bei den britischen Seekajaks an Bug und Heck befestigt sind:

 

 

Letzteres ist besonders wichtig; denn wenn uns unterwegs draußen auf dem Meer gelingt, nach einer Kenterung mit anschließendem Ausstieg bei unserem Seekajak zu bleiben, erhöht das unsere Überlebenschancen, weil wir dann:

 

 

Damit uns ein Toggle dies ermöglichen kann, sind folgende Anforderungen an ihn zu stellen:

 

 

Toggles erscheinen uns manchmal etwas lästig, da sie, wenn wir sie nicht benötigen – und das ist die meiste Zeit der Paddelei – am Bug & Heck herum hängen und vom Seegang immer wieder gegen das Unterwasserschiff gestubbst werden. Wen das stört, der befestigt die Toggles mit einer dünnen Elastikleine auf dem Oberdeck, jedoch so, dass diese Leine beim Ergreifen des Toggles nicht zu einem Sicherheitsproblem wird.

 

Toggles können dazu beitragen, dass ein „Kenterbruder“ im Wasser treibend nicht sein Seekajak verliert. Voraussetzung dafür ist, dass wir nach einer Kenterung mit anschließendem Ausstieg den Griffkontakt zu unserem Seekajak halten. D.h.:

 

 

Wenn wir den ständigen Griffkontakt vernachlässigen bzw. zu langsam den Bug-Toggel erreichen, könnte es passieren, dass der brechende Seegang – wann kentern wir denn sonst – unser Seekajak ergreift, es aus unseren Händen reißt und mitnimmt.

 

Toggles sind jedoch kein „Allheilmittel“ gegen Bootsverlust und das Halten am Toggle ist nicht immer ganz problemlos, d.h. nicht ganz ohne Gefahren:

 

Siehe hierzu den Beitrag auf der DKV-Homepage:

è www.kanu.de/nuke/downloads/Life-Line.pdf

 

Toggles leisten damit einen Beitrag zur „Kentertüchtigkeit“ eines Seekajaks, ohne dabei den Landtransport zu erschweren.

 

Text: U.Beier – www.kanu.de/kueste/