21.09.2005 UKW-Seefunk Handgeräte-Test (Ausrüstung)

 

In der YACHT stellt O.Schmidt in dem Beitrag:

 

„Alles in einer Hand

 

5 Handgeräte für den UKW-Seefunk vor, die einem Praxis und Labortest unterzogen wurden:

 

Preis: ca. 470,- Euro

Gewicht: 280g

Wasserschutz (lt. Hersteller): „wasserdicht“

Batterie: Li-Ion

Betriebszeit: ca. 4 Tage

Bewertung: „sehr gut“

 

Preis: ca. 300,- Euro

Gewicht: 360g

Wasserschutz (lt. Hersteller): IP X7

Batterie: NiCd

Betriebszeit: ca. 1 Tage

Bewertung: „ausreichend“

 

Preis: ca. 300,- Euro

Gewicht: 360g

Wasserschutz (lt. Hersteller): IP X7

Batterie: Mignon NiMh

Betriebszeit: ca. 2,5 Tage

Bewertung: „gut“

 

Preis: ca. 500,- Euro

Gewicht: 400g

Wasserschutz (lt. Hersteller): IP 68

Batterie: NiMh

Betriebszeit: ca. 3 Tage

Bewertung: „gut“

 

Preis: ca. 560,- Euro

Gewicht: 400g

Wasserschutz (lt. Hersteller): IP 67

Batterie: NiMh

Betriebszeit: ca. 2,5 Tage

Bewertung: „gut“

 

Weitere Infos z.B. über Ladezeit, Sendeleistung und Höreindruck finden wir im Testbericht, wobei anzumerken ist, dass die Unterschiede zwischen 1 und 5 Watt Sendeleistung lt. YACHT nur von einem „geübten Funker“ herausgehört werden können.

 

Übrigens, die Reichweite wird nicht so sehr von der Sendeleistung (gemessen in Watt), sondern von der Art der Antenne (bei Handgeräten sehr klein), insbesondere aber vom „Funkhorizont“ (entspricht dem Sichthorizont) bestimmt. Gehen wir davon aus, dass wir beim Küstenkanuwandern beim Paddeln das UKW-Handfunkgerät in 1 m Höhe halten, beträgt die Reichweite zu:

 

 

Ob unserer Ruf auch von Dritten gehört werden, hängt davon ab, ob (1.) dieser in unserer Reichweite liegt, (2.) der Funkkontakt nicht durch hohen Seegang bzw. dazwischen liegende Inseln gestört wird und (3.) dieser den Not- und Anrufkanal 16 abhört. Lt. YACHT ist „Deutschland einer der letzten Staaten mit permanenter Hörbereitschaft auf Kanal 16. Die meisten internationalen Küstenfunkstellen sind nur noch per DSC (Digitaler Selektivruf) erreichbar, wofür UKW-Handys nicht taugen.“

 

Die entsprechende Berechnungsformel für die Ermittlung der Reichweite lautet:

 

mit: HE = Höhe Empfängerantenne; HK = Höhe Kanutenantenne

 

Seit nunmehr 5 Jahren ist es in Deutschland erlaubt, UKW-Handgeräte als Hauptgerät zu nutzen, sodass wir Küstenkanuwanderinnen und –wanderer diese Geräte verwenden dürfen, auch wenn wir über keine eingebaute Seefunkanlage verfügen. Voraussetzung dafür ist jedoch Folgendes:

 

 

UKW-Handfunkgeräte dürfen nicht auf Binnengewässern und auch nicht an Land genutzt werden. D.h. an Land mit dem UKW-Handy mal kurz den Seewetterbericht abzuhören, ist eigentlich nicht zulässig.

 

Quelle: YACHT, Nr. 20/05, S.123-127 – www.yacht.de

Links:

Bundesnetzagentur: www.bundesnetzagentur.de

Seenotfall-Meldung über UKW-Sprechfunk: www.kanu.de/nuke/downloads/Mayday.pdf