28.12.2005 GALILEO: Europäisches Satelliten-Navigationssystem (Ausrüstung)

 

Im HAMBURGER ABENDBLATT berichten H.-A.Marsiske und H.-J.Nöh in dem Beitrag:

 

„Wo immer Sie sind, der Himmel wird’s wissen“

 

über das von den Europäern geplante Satelliten-Navigationssystem GALILEO, dessen erster Satellit erfolgreich am 28.12.05 ins All befördert wurde.

 

In 3 verschiedenen Umlaufbahnen sollen in ca. 23.000 km Höhe je 10 Satelliten die Erde in 14 Stunden umkreisen. Jeweils 9 Satelliten plus 1 Reserve-Satellit verteilen sich in gleichmäßigen Abständen auf einer Umlaufbahn. Aufgrund der großen Anzahl und der besonderen Position der Satelliten wird erreicht, dass von jedem Punkt der Erde jeweils 4 Satelliten empfangen werden können, sodass eine Position Zentimeter genau bestimmt werden kann. Das Besondere am GALILEO-Navigationsystem ist, dass:

 

 

Um letzteres zu erreichen werden weltweit 20 „Sensor-Stationen“ installiert, die über 15 Funkstationen die Satellitendaten an 2 Kontrollzentren übermittelt. D.h. wenn erst einmal alle 30 Satelliten im Orbit kreisen (was zunächst für 2008 und z.Zt. für 2011 geplant wird) und wir über das entsprechend geeignete Navigationsgerät verfügen (die bisherigen GPS-Geräte sind dafür nicht geeignet), können jederzeit dazu berechtigte Institutionen unsere Position ermitteln. Im Seenotfall ist das recht praktisch, erspart uns doch Galileo die Anschaffung einer extra „Seenotbake“.

 

Sicherlich werden die europäischen Betreiber von GALILEO den Amateurnutzern solch ein Navigationssystem nicht kostenlos bereitstellen, wie es bislang die USA handhabt.

 

Lassen wir uns überraschen:

 

 

Es ist auch angedacht, dass die Dienste von GALILEO auch – wie bei GPS - umsonst abgerufen werden können, aber dann mit einer geringeren Genauigkeit.

 

Quelle: HAMBURGER ABENDBLATT v. 27.12.05, S.3 – www.abendblatt.de

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