16.05.2006 Trinksystembehälter: Streit um Weichmacher (Ausrüstung)

 

In der Info vom 30.03.2006 „Trinksystembehälter“ wurde Folgendes berichtet:

 

ÖKO-TEST hat mal exemplarisch den folgenden Trinksystembehälter ausgewählt:

 

* Deuter Hydro Lite 2.0 (tragbar; 3 Liter; Preis: ca. 45,- Euro)

 

und auf Schadstoffen im Trinksystem untersucht.

 

Es handelt sich dabei um eine Trinkblase und Schlauch inkl. Mundventil, welches in einem Trinkrucksack getragen werden kann. Für Kanuten ist das wohl nicht ganz so praktisch; denn ein solcher, ca. 3,5 kg schwerer Rucksack würde den Schwerpunkt des Kanuten erhöhen und das Kajak kippliger erscheinen lassen. Sollten wir damit kentern, ist außerdem ein Rollen kaum noch möglich. Für Kanuten bietet sich folglich eher an, nur die Trinkblase samt Schlauch und Mundventil aber ohne Rucksack zu verwenden, wobei die Trinkblase am besten vor dem Sitz auf dem Boden des Bootes gelagert und befestigt werden sollte.

 

Folgende Schadstoffe konnte ÖKO-TEST allein im Trinksystem feststellen:

 

  • umweltbelastendes PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe;
  • 100.000 mg pro kg des Weichmachers Diethylhexylphthalat.

 

„Phthalate stehen in dem Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und außerdem wie ein Hormon zu wirken.“ Na, dann „Prost!“

 

Quelle: ÖKO-TEST, Nr. 4/06, S.120 – www.oekotest.de

 

In OUTDOOR wird diese Meldung wie folgt kommentiert:

 

 

In der Tat scheint hier Öko-Test nur das Material, nicht aber der Schadstoffübertrag auf die Flüssigkeit untersucht zu haben. In der Tat mag auch der Schadstoffübertrag auf Trinkwasser recht gering zu sein. Diese Meldung sagt jedoch nichts darüber aus, wie hoch der Schadstoffübertrag bei anderen Flüssigkeiten ist, z.B. bei einer Orangensaftschorle.

 

Quelle: OUTDOOR, Nr. 6/06, S.10 – www.outdoor-magazin.com