23.08.2007 Schlafsäcke aus Daunen bzw. Kunstfasern (Ausrüstung)

 

In der Zeitschrift OUTDOOR berichtet Frank Wacker in dem Beitrag:

 

„Gute Nacht: 16 Dreijahreszeiten Schlafsäcke mit Daunen und Kunstfasern im Test“

 

über die Testergebnisse von je 8 Kunstfaser- bzw. Daunenschlafsäcken.

 

Die folgenden Kunstfaserschlafsäcke erhielten das Testurteil „sehr gut“ und wurden mit dem „Outdoor-Kauftipp“ ausgezeichnet:

 

1,42 kg / 11 Liter / -6°C (ca. 200,- Euro)

1,34 kg / 8 Liter / -4°C (ca. 135,- Euro)

1,54 kg / 11 Liter / -3°C (ca. 110,- Euro)

 

Und die folgenden Daunenschlafsäcke erhielten das Testurteil “sehr gut” und wurden mit dem „Outdoo-Kauftipp“ ausgezeichnet:

 

0,9 kg / 5 Liter / -7°C (ca. 400,- Euro)

Hinweis: mit stark wasserabweisendem Nextec-Außenstoff!

1,21 kg / 8 Liter / -6°C (ca. 440,- Euro)

Hinweis: mit regendichter Außenhülle!

(jedoch: ohne “Outdoor-Kauftipp”)

0,95 kg / 7 Liter / -10°C (ca. 400,- Euro)

Hinweis: mit stark wasserabweisendem Außenmaterial!

1,18 kg / 7 Liter / -4°C (ca. 280,- Euro)

Hinweis: mit extrem wasserabweisendem Außenmaterial!

(jedoch: nur Testurteil „gut“).

 

Der Vorteil der Daunenschlafsäcke ist das geringe Packmaß (hier: zwischen 5-8 Liter), das auch beim Küstenkanuwandern ein entscheidender Pluspunkt sein kann. Ein Nachteil war bislang ihre Feuchtigkeitsempfindlichkeit, welche u.U. durch weniger feuchtigkeitsempfindliche Außenmaterialien behoben werden konnte. Ein anderer Nachteil bleibt jedoch bestehen: Ein Daunenschlafsack muss anschließend doppelt solange gelüftet werden (ca. 1 Std.) wie ein Kunstfaserschlafsack; außerdem neigen Daunen zum Verklumpen, sofern sie noch feucht sind; dafür verliert ein Daunenschlafsack im Laufe der Jahre nicht so schnell an Volumen und somit an Isolation wie ein Kunstfaserschlafsack.

 

Der Nachteil der Kunstfaserschlafsäcke war bislang das größere Packmaß, was gegenwärtig aber nur noch bedingt zutrifft. So kommt zumindest der Schlafsack „Mountain Hardwear Lamina 20 Regular“ auf 8 Liter, was bei den Daunenschlafsäcken ein durchschnittlicher Wert wäre. Wer sich also mit einem minimalen Temperaturlimit von -4°C zufrieden gibt und nur 135,- Euro statt mindestens doppelt so viel ausgeben möchte, für den dürfte dieser Kunstfaserschlafsack in die engere Wahl kommen.

 

Was können wir eigentlich tun, wenn es uns im Schlafsack zu kalt ist. F.Wacker gibt die folgenden Empfehlungen:

 

  1. „Kapuze über den Kopf ziehen und bis auf eine kleine Atemöffnung verschließen.“
  2. „Über die Isomatte kriecht bis zu viermal mehr Kälte in den Schlafsack als über ihn selbst. Deshalb wärmt ein Schlafsack nur in Verbindung mit einer guten Isomatte.“
  3. „Der Schlafsack funktioniert wie eine Thermosflasche, nicht wie ein Heizkörper. Essen Sie deshalb vor dem Zubettgehen, trinken Sie einen heißen Tee und bewegen Sie sich. Dann erwärmt sich das Innere des Schlafsacks schneller.“
  4. „Funktionieren Sie einen Wassersack/-flasche zur Wärmflasche um.“

 

Quelle: OUTDOOR, Nr. 9/07, S.90-97 – www.outdoor-magazin.com