17.11.2007 Isomatten (Ausrüstung)

 

In OUTDOORT berichtet Frank Wacker in dem Beitrag

 

„Basislager Himmelbett“

 

über einen Test, bei dem 8 Isomatten untersucht wurden.

 

Zwei Isomatten enthielt keinen Schaumkern, sondern eine Isolierung aus Kunstfasern:

 

  • Exped Synmat 7 DLX

Gewicht: 1.160 g (inkl. Pumpsack)

Liegefläche: 190x60 cm

Dicke: 7 cm

Packmaß: 10,4 Liter

Temperaturbereich: bis –17° C

 

  • Mammut Dlux Pump Matt

Gewicht: 960 g

Liegefläche: 180x46 cm

Dicke: 9 cm

Packmaß: 5,5 Liter

Temperaturbereich: bis 0° C

 

Um einen Überblick zu bekommen, wie weit der Temperaturbereich der übrigen schaumstoffgefüllten Isomatten reicht, sollen die Daten der übrigen Matten kurz aufgeführt werden.

 

  • Artiach Micro-Lite:

Gewicht: 720 g; Dicke: 3 cm; Packmaß: 4,4 Liter; Temperatur: bis -5° C

  • Artiach Skin Micro-Lite:

Gewicht: 480 g; Dicke: 3 cm; Packmaß: 3,5 Liter; Temperatur: bis -5° C

  • Ortlieb Classic:

Gewicht: 1.200 g; Dicke: 3,8 cm; Packmaß: 7,4 Liter; Temperatur: bis –13° C

  • Exped Sim Light 3,8:

Gewicht: 900 g; Dicke: 4 cm; Packmaß: 6 Liter; Temperatur: bis -8° C

  • Thermarest Women’s Prolite 4:

Gewicht: 710 g; Dicke: 4 cm; Packmaß: 5,8 Liter; Temperatur: bis+5° C

  • Lestra Sleep Diamond Light Plus:

Gewicht: 1.070 g; Dicke: 5 cm; Packmaß: 7,7 Liter; Temperatur: bis -18° C

 

Wer Wert auf etwas Liegekomfort legt, aber keine allzu großen Probleme hat, das Ausrüstungsgewicht zu transportieren (z.B. trifft das weitgehend dort zu, wo das Gepäck in einem Kajak verstaut wird), sollte sich eigentlich für jene Matten entscheiden, die mit Kunstfasern gefüllt sind (Exped bietet sogar Isomatten mit Daunenfüllung an). Das Modell von Exped wird zum „Test-Sieger“ erklärt. Dem Modell von Mammut dagegen mangelt es wohl an der nötigen Isolierung. Der Temperaturbereich reicht bloß hinunter bis 0° C, aber das genügt wohl nur während der Sommermonate.

 

Anmerkung:

Ich selber besitze eine solche Mammut D-Lux Pump Mat. Mitte Mai benutzte ich sie bei Touren entlang der ost-schwedischen Küste. Dabei vermisste ich selber die nötige Kälteisolierung. Als ich die Matte mal gegen das Licht hielt, konnte ich feststellen, dass sich in der Matte lediglich ein ganz dünner Kunstfaserstoff befindet, der anscheinend nicht für die nötige Isolierung sorgen kann. Außerdem scheinen mir die einzelnen Luftkammern nicht stabil genug zu sein; denn als ich mich mal etwas flotter auf die Matte legte, platzten die Nähte einiger Luftkammern auf. Vorteilhaft im Vergleich zu Exped-Matte fand ich lediglich die im Kopfkissen integrierte Pumpe: Das Kopfkissen ist nur nieder zu drücken und schon strömt Luft in die Matte. Gepumpt werden kann dabei auch in niedrigen und kurzen Zelten. Dennoch muss sich an dieses Pumpen wieder gewöhnt werden, insbesondere dann, wenn wir schon längere Zeit Thermarestmatten & Co. verwendet haben.

 

Die Exped Synmat 7 DLX kenne ich selber nicht, wohl aber ein vergleichbares Modell von Exped mit Daunenfüllung. Diese Matte isolierte sehr gut. Leider wird ein Außenmaterial eingesetzt, welches relativ laut ist. Jede Bewegung auf der Matte führt dazu, dass die Zeltnachbarn des Nachts in ihrer „Zeltruhe“ gestört werden. Nur „Schnarcher“ werden am nächsten Morgen stärker kritisiert! Außerdem ist die Lösung mit dem Pumpsack (der zugleich Packsack ist), sehr umständlich. Der Pumpsack wird auf ein Ventil gesetzt, dann wird der Sack mit den Händen aufgebläht, geschlossen und zusammen gepresst. Wenn wir Pech haben, rutscht dabei der Ventilanschluss des Pumpsacks vom Ventil der Matte. Außerdem ist dieser Vorgang bei niedrigen und kurzen Zelt sehr umständlich. Am Anfang hatte ich für das Aufpumpen an die 10 Minuten benötigt. Nachher hatte ich Übung, aber in 2 Minuten, die das Outdoor-Testteam benötigte, ist das nicht in einem kleinen Zelt zu schaffen.

 

Quelle: OUTDOOR, Nr. 12/07, S.54-55 – www.outdoor-magazin.com