17.06.2008 Trekking- und Leichtzelt-Test (Ausrüstung)

 

In OUTDOOR berichtet B.Gnielka in dem Beitrag:

 

„Hausgemacht: 20 Zelte im Test“

 

über die Eigenschaften von je 10 Trekking-Zelte sowie Leichtgewichts-Zelte.

 

Beim Test wurden u.a. die folgenden Kriterien beachtet:

 

  • Gewicht/Packmaß (g/l)
  • Wassersäule Boden (mm)
  • Windstabil bis (km/h)
  • Nutzfläche (qm) / Höhe
  • Komfort
  • Auf-/Abbauprozedur
  • Qualität

 

Für das Küstenkanuwandern stellen insbesondere die Windempfindlichkeit und das Packvolumen (in Bezug auf die Nutzfläche) eine zentrale Eigenschaftsgröße dar.

 

Was die Windstabilität betrifft , sind die folgenden Trekking-Zelte hervorzuheben, da sie bis über 100 km/h (!) (= 10 Bft. und mehr) Wind aushielten:

 

  • Helsport Fjelhelmen Double (3-Stangen-Tunnelzelt) (Note „sehr gut“):

Packvolumen: 11 Liter bei 3,6 qm Nutzfläche (+ 2,1 qm Apsis)

 

  • Hilleberg Allak (3-Stangen-Kuppelzelt) (Note „überragend“):

Packvolumen: 10 Liter bei 2,2 qm Nutzfläche (+ 1,8 qm Apsis)

 

  • Robens Lemon Light 3 (2-Stangen-Kuppelzelt) (Note „sehr gut“):

Packvolumen: 11 Liter bei 2,6 qm Nutzfläche (+ 1,5 qm Apsis)

 

 

Demgegenüber waren die folgenden Trekking-Zelte recht windempfindlich:

 

  • Jack Wolfskin Dragon 2 (60 km/h = 7 Bft.) (Note „gut“)
  • Salewa Sierra Leone Ultra (50 km/h = 7 Bft.) (Note „befriedigend“)
  • Tatonka Mountain Dome (20 km/h = 4 Bft.) (Note „schwach“)
  • The North Face Aguila 33 (30 km/h = 5 Bft.) (Note „befriedigend“)
  • Vaude Space III light (60 km/h = 7 Bft.)) (Note „gut“)

 

Die Leichtgewicht-Zelte schnitten etwas besser ab. Windböen bis 100 km/h (= 10 Bft.) hielten jedoch nur die beiden folgenden Zelte aus:

 

  • Exped Vega (2-Stangen-Firstzelt) (Note „sehr gut“):

Packvolumen: 10 Liter bei 2,8 qm Nutzfläche (+ 1,6 qm Apsis)

(Hinweis: Es handelt sich um ein atmungsaktives „Einwandzelt“.)

 

  • Tatonka Kiruna (2-Stangen-Tunnelzelt) (Note „sehr gut“):

Packvolumen: 9 Liter bei 1,9 qm Nutzfläche (+ 1,4 qm Apsis)

 

Die übrigen Leicht-Zelte von Eureka, Fjällräven, Jack Wolfskin, Nordisk, Robens, Salewa, Vango und Vaude waren aber auch nicht so schlecht. Immerhin hielten sie Windböen zwischen 70 und 90 km/h (ca. 8-9 Bft.) aus.

 

Übrigens, für die Prüfung der Sturmfestigkeit baute OUTDOOR alle Zelte vor der 450 PS starken Windmaschine der Firma Oase auf: Die Trekkingzelte mit der ungünstigsten Seite zum Wind, da der Wind auch mal drehen kann, und die Leichtzelte mit dem Eingang zur windabgewandten Seite.

 

Quelle: OUTDOOR, Nr. 7/08, S.134-144 – www.outdoor-magazin.com