17.03.2010 Fest installierte Lenzpumpen (Ausrüstung)

 

In der YACHT erschien von Th. Bock der Beitrag:

 

„Wasser marsch! Praxistest Handlenzpumpen“

 

in dem 18 Handlenzpumpen getestet wurden. Die bei den Seekajaks üblicherweise eingebaute Lenzpumpe:

 

Gewicht: 0,9 kg

Leistung bei 1 Meter Förderhöhe: 27,8 Liter bei 45 Hüben/Minute bzw. 48,0 Liter bei Panikmodus/Minute

Pumpkomfort: 4 von 5 Sternen

Wartungsmöglichkeit: 4 von 5 Sternen

Bemerkung: Guter Pumpkomfort, aber geringe Leistung

Preis: ca. 104,- Euro

 

Es gab wohl eine Pumpe, die bis zu max. 176,8 Liter im Panikmodus schaffte, die wog aber auch 5,1 kg. Ansonsten wurde keine weitere Lenzpumpe getestet, die mit max. 0,9 kg Gewicht an die Förderleistung der „Compac 50“ herankam. Abgesehen davon wiesen alle Pumpen, die weniger als 0,9 kg wogen Mängel beim Pumptest auf. Außerdem eignet sich meines Wissens nur die „Compac 50“ zum Einbau vor der Sitzluke auf dem Kartendeck.

 

Leider hat sich bei den Herstellern von Seekajaks ein „Mode“ durchgesetzt, die den Einbau einer solchen Lenzpumpe vorne auf dem Kartendeck unmöglich macht. Angefangen hat das alles mit den „Dayhatches“, d.h. der Tagesgepäckluke hinter der Sitzluke:

 

www.kanu.de/nuke/downloads/Dayhatch.pdf

 

Z.Zt. werden immer mehr Seekajaks mit einer weiteren Handluke angeboten, die vor der Sitzluke auf dem Kartendeck eingebaut wird. Die Arbeit mit der Seekarte wird dadurch nicht behindert, sofern der Lukendeckel einer solchen Handluke plan auf dem Kartendeck integriert wird, aber leider ist es dann nicht mehr möglich, die „Compac 50“-Handlenzpumpe einzubauen.

 

Problematisch ist das deshalb zu beurteilen, weil nun auf:

 

 

zurückgegriffen werden muss. Für „Binnenpaddler“ mag das unerheblich sein, Küstenkanuwanderer dagegen sollten darauf achten, dass eine möglichst effizient und zuverlässig arbeitende Lenzpumpe eingebaut wird, damit ein Kenterung mit anschließendem Ausstieg nicht so schnell zu einem Seenotfall wird. Tritt nun wegen einer wenig tauglichen Lenzpumpe der Seenotfall ein, hat jedoch diese Handluke u.U. einen Vorteil, weil nämlich dort griffbereit und trocken Seenotsignalmittel gelagert werden können.

 

Text: U.Beier

Quelle: YACHT, Nr. 7/10, S.82-89 – www.yacht.de