08.08.2011 12 Leichtzelte im Test (Ausrüstung)

 

Im OUTDOOR-MAGAZIN stellt B.Gnielka in dem Beitrag:

 

„12 Leichtzelte im Test: Sturmfreie Bude“

 

die Testergebnisse über insgesamt 12 Trekkingzelte vor. Es handelt sich dabei um Zwei-Personen-Zelte, also ideal für Küstenkanuwanderer, die solo im Zelt übernachten wollen, ohne ihr Gepäck vollständig draußen in der Apsis lagern oder gar im Seekajak verstauen zu müssen.

 

Beurteilt wird nach den folgenden Kriterien:

 

Die Windstabilität wird gemessen mit einer 450-PS-Windmaschine, die Wind aus allen Himmelsrichtungen mit bis zu 160 km/h erzeugen kann, und zwar werden 2 Werte ermittelt: 1. Wert = „Zelt steht noch stabil“ und 2. Wert = „ Zelt ist nicht mehr bewohnbar“. Hält ein Zelt 70 km/h Wind (= 8 Bft.) aus, wird das als „gut“ angesehen, bei 100 km/h Wind (= 10 Bft.) kann das schon als „sehr gut“ beurteilt werden.

Weitere Kriterien sind:

Regnet es bei geöffneter Apsis ins Innzelt?

Lassen sich die Lüfter verschließen?

Wie viel mm Wassersäule hält der Boden aus (mind. 7.000 mm, besser 10.000 mm (gemessen mittels „Soutertester“); übrigens, beim Außenzelt soll die Wassersäule kaum eine Rolle spielen.

Helligkeit im Innzelt,

Platzangebot (innen/Apsis) (die Innenzeltfläche wir in 25 cm Höhe gemessen),

Liegelänge/Innenzelthöhe,

Zahl und Größe der Eingänge,

Handling der Reißverschlüsse,

Belüftungsmöglichkeiten;

 

Im Folgenden soll nur darauf eingegangen werden, wie der „Wetterschutz“ der getesteten Zelte ist; denn gerade bei Touren entlang der Nord- und Ostseeküste sowie weiter nördlich kann man wohl auf etwas Komfort verzichten, nicht aber auf Nässe- und Windschutz. Außerdem kommt es beim Küstenkanuwandern nicht auf jedes Gramm Gewicht an.

 

Getestet wurden:

 

Exped Venus 2 UL (2-Bögen-Tunnelzelt mit 1 Querstange)

Windstabil bis 100 km/h, ab 110 km/h ist das Zelt nicht mehr bewohnbar!

Wegen der Moskitonetze am Innzelt erlebt man viel Zugluft. Wenn das stört, der kann auf eine Modell-Variante ohne Moskitonetz zurückgreifen.

Nässeschutz: „Topp“

 

Helsport Ringstind Light 2 (1-Bogen-Tunnelzelt)

Windstabil bis 100/120 km/h

Nässeschutz: okay, jedoch „muss die Bodennaht selbst abgeklebt werden“.

 

Hilleberg Nallo 2 (2-Bögen-Tunnelzelt)

Windstabil bis 120/>120 km/h

„absolut nässefest“

 

Terra Nova Quasar (Geodät)

Windstabil bis 95/100 km/h

Regen: „guter Schutz, aber Bodendichtigkeit bei extremer Nässe grenzwertig“!

 

Jack Wolfskin Atmosphere Dome II (3-Stangen-Geodät??)

Windstabil bis 70/75 km/h

Regen und Bodennässe: okay

 

Rejka Antao 2 Light (2-Bögen-Tunnelzeilt)

Windstabil bis 100/110 km/h

Nässeschutz: “perfekt”

 

MSR Hoop (1-Bogen-Zelt mit 2 Querstangen?)

Windstabil bis 70/80 km/h

Nässeschutz: „Souverän“

 

Robens Mythos 2 (1-Bogen-Zelt mit 1 Querstange?)

Windstabil bis 70/80 km/h

Nässeschutz: „dauerhaft“

 

Tatonka Kiruna 2 (2-Bögen-Tunnelzelt)

Windstabil bis 100/>120 km/h

Wasserdichtigkeitswerte: „ausgezeichnet“

 

The North Face Tadpole 2 DL (3-Bögen-Geodät?)

Windstabil bis 90/105 km/h

Boden/Überzelt: “dicht”

 

Vaude Power Ferret UL (2-Bögen-Tunnelzelt)

Windstabil bis 70/110 km/h

Nässeschutz: „extrem“

 

Wechsel White Nites Zero-G (2-Bögen-Tunnelzelt)

Windstabil bis 100/110 km/h

Nässeschutz: „Top“

 

Quelle: OUTDOOR-MAGAZIN, Nr. 8/11, S.170-178 – www.outdoor-magazin.com