05.12.11 „Pyro-Schein“ für Küstenkanuwanderer (Ausrüstung)

 

Das letzte Mal wurde hier am 31.07.08 Stellung zum „Fachkundenachweis für Seenotsignalmittel“ bezogen:

 

www.kuestenkanuwandern.de/ausruest/080731.html

 

Der besitzt des „Fachkundenachweises“ (FKN), der auch als „Pyro“-Schein bezeichnet wird, erlaubt den Erwerb von pyrotechnischen Signalmitteln der Klasse T2 (z.B. Fallschirmsignalraketen mit einer Steighöhe von ca. 300 m und einer Brenndauer von ca. 30 sek., einer Helligkeit von 30.000 cd und einer Leuchtreichweite nachts von bis zu 55 km).

 

Seit einigen Jahren konnten lt. Sprengstoffverordnung (SprengV) u.a. nur noch Besitzer eines „Sportbootführerscheins“ diesen FKN erbringen. Das Bundesministerium des Inneren (BMI) wies auf Einspruch des DKV darauf hin, dass es für Kanuten möglich ist, sich bei der zuständigen Sprengstoffbehörde eine „Erlaubnis“ nach § 27 SprengG zu beantragen, um dann bei einer staatlich anerkannten Prüfung das Vorliegen der nötigen Fachkunde nachzuweisen.

 

Diskussionen im Internet haben auf den „PA-Bremen“ aufmerksam gemacht. Es handelt sich hier um einen staatlich anerkannten „Prüfungsausschuss“, der auch den „Pryro-Schein“ abnehmen und vergeben darf. Für Interessenten über 18 Jahre, die über keinen „Sportbootführerschein“ verfügen, bietet er einen „Sachkundenachweis“ (SKN) (mit integriertem „Fachkundenachweis“ (FKN)) an, den man nach bestandener theoretischer Prüfung (20 Fragen aus einem Fragenkatalog aus 123 Fragen) und praktischer Prüfung erhält. Die Prüfung dauert 30 Minuten und kostet je nach Prüfungsort mind. 50,- Euro.

 

Wer also am Erwerb eines solchen „Pyro-Scheins“ interessiert ist, möge sich an den PA-Bremen wenden: www.pa-bremen.de / Tel. 0421-4094390. Die Prüfungen werden auch außerhalb Bremens durchgeführt. Auf besonderem Wunsch hin, kann auch ein Prüfungstermin an einem bestimmten Ort nur für Kanuten angesetzt werden. Die Kosten des Kurses werden so kalkuliert, dass neben der Prüfungsgebühr auch die Spesen des Prüfers gedeckt sind.

 

Text: U.Beier