20.10.2013 „Searocket“ (550x54 cm) von „ZEGUL/TAHE“ (Ausrüstung)

 

Im KAJAK-MAGAZIN stellt Jörg Knorr (?) das folgende estländische Seekajak vor:

 

SEAROCKET

 

 

Dieses Boot von „Zegul/Tahe“ zählt zu einer neuen Generation von Seekajaks, zu der auch z.B. die folgenden Boote gehören:

 

 

Alle diese Seekajaks verfügen – wie bislang nur bei Rennkajaks bzw. Surfski üblich – über einen geraden Bug- und Hecksteven. Beides führt bei gleicher Gesamt-Länge zu mehr Wasserlinienlänge, die bei Kajaks dieser Größenordnung i.d.R. ab Geschwindigkeiten von 5 Knoten (9 km/h) den Wellenwiderstand und somit auch den Wasserwiderstand weniger stark ansteigen lässt, als bei einem vergleichbaren Seekajak mit geringerer Wasserlinienlänge.

 

Jörg Knorr (?) (eine eindeutige Kennzeichnung des Autors fehlt) hat wohl das Seekajak gepaddelt und ist voll begeistert. Leider ist sein Bericht recht unkritisch verfasst. Wir erfahren so z.B. nichts darüber, dass:

 

 

Selbst über das Volumen dieses Seekajaks finden wir keine konkreten Informationen (hier: Volumen des Bugstauraums, des Cockpits und der beiden Heckstauräume). Ist es denn wirklich so schwierig bzw. umständlich, als Hersteller bzw. Testbootfahrer das Seekajak mal mit Wasser auszulitern? Schade, denn so wird uns ein objektives Kriterium vorenthalten, das wichtig ist, um einen Eindruck darüber zu bekommen, wie gut dieses Seekajak für Spritztouren (also ohne Gepäck) und für Gepäcktouren geeignet ist, und zwar jeweils aus der Sicht von „leicht-„ und „schwergewichtigen“ Personen.

 

Und was sagt der Autor zu dieser „Seerakete“? Nun, z.B. soll sie „sehr“ schnell, „sehr“ wendig und „sehr“ spurtreu sein, aber auch kippstabil, „sehr“ seegangstüchtig, „sehr“ trocken laufend, jedoch wenig aggressiv im Surfverhalten. Sie soll sich „hervorragend“ für Gepäcktouren und „perfekt“ für die abendliche Trainingsrunde eignen. Selbst Anfängern ist sie „sehr“ zu empfehlen, und zwar auch „bei nicht optimalen Paddelbedingungen“. Ja, das klingt doch fast wie ein Werbetext!?

 

Text: Udo Beier

Quelle: KAJAK-MAGAZIN, Nr. 6/13, S.81 – www.kajak-magazin.com