07.05.2014 Freyas „Freya 18“ von POINT 65°N (S) (Ausrüstung)

 

Freya Hoffmeister paddelte rund Island und rund Neuseeland (Südinsel) mit einem:

 

„Explorer“ (549x56 cm; ca. 319 Lit. Vol.) von NIGEL DENIS (Seakayakinguk.com) (GB),

 

rund Australien und die 1. Etappe rund Südamerika mit einem:

 

„Epic 18X Sport“ (549x56 cm; ca. 369 Lit. Vol.) von EPIC (Epickayaks.com) (USA).

 

Seit dem 28.08.12, also seit ihrer 2. Etappe rund Südamerika, sitzt sie in einer

 

„Freya 18“ (560x58 cm; ca. 400 Lit. Vol.?) von POINT 65°N (Point65.com) (Schweden).

 

https://plus.google.com/photos/112133179186774955122/albums/5966852689020403345/5972272830990352386?banner=pwa&pid=5972272830990352386&oid=112133179186774955122 (Freya (50) in der „Freya 18“)

 

Der „Explorer“ wird mit einem Skeg ausgerüstet, während das us-amerikanische und schwedische Seekajak über eine integrierte Steueranlage verfügen.

 

Unter dem Link:

 

www.kuestenkanuwandern.de/ausruest/130830.html

 

habe ich am 30.08.13 die „Freya 18“ vorgestellt. Sie wurde nach den Wünschen Freyas von Magnus de Brito entworfen:

 

http://www.point65.com/kategori/5279/freya-18.html (Werbung)

 

Bislang hat Freya in ihrem Südamerika-Blog:

 

http://freyahoffmeister.com/freyas-blog/

 

viel über Land & Leute, Wellen & Watt, Gezeiten & Gefahren geschrieben, aber sich nur selten über ihr Seekajak geäußert. Was soll sie auch schreiben? Sprechen doch die mit diesem schwedischen Long-Distance-Seakayak zurückgelegten 13.157 km Küsten-Kilometer eine deutliche Sprache! Freya hat ihr Boot:

 

  • bei jeder Gewässerschwierigkeit,
  • bei jedem Seegang,
  • bei fast jeder Windstärke,
  • bei allen Windrichtungen,
  • über sämtlich mögliche Untergründe,
  • beladen und unbeladen,
  • zu jeder Tages- und Nachtzeit gepaddelt,
  • die „Pororoca“ (Gezeitenflutwelle im Amazonas Mündungsbereich) überstanden sowie einen Beinahcrash mit einem Motorflitzer,
  • und ist bislang stets jeden der insgesamt mit der „Freya 18“ verbrachten 303 Paddeltage (= 2.802 Std.) „gesund, jedoch nicht immer munter“ genau dort angekommen, wohin sie beim Start auch wollte!

 

Was wollen wir mehr von einem Seekajak verlangen? Natürlich wird ein jedes Seekajak irgendwelche Schwachstellen haben. Letztlich kommt es aber auf die Summe aller Eigenschaften an … und dass wir persönlich in der Lage sind, diese Eigenschaften zu nutzen.

 

Freya hat sich nun erstmals in ihrem Blog ausführlich über ihre „Freya 18“ geäußert.

 

http://freyahoffmeister.com/2014/05/06/my-freya-expedition-kayak-is-it-just-another-philosophy-of-efficient-paddling-my-personal-review-care-and-maintenance/ (6.05.14)

 

Jeder an diesem Seekajak Interessierte möge sich selber ein Urteil darüber bilden, was von Freyas Aussagen „Werbung“ ist und was „Wahrheit“. Ob das Seekajak auch für 160 cm kleine Küstenkanuwanderinnen und –wanderer geeignet ist …. und das auch bei Tagestouren ohne Gepäck, aber bei viel Wind, bezweifele ich! Aber letztlich müssen wir das bei einer längeren Probefahrt unter realistischen Gewässerbedingungen selber „erfahren“. Sicherlich ist die „Freya 18“ ein Seekajak, mit dem in erster Linie „Strecke“ gepaddelt und nicht in der Brandung gespielt wird, was natürlich nicht heißt, dass wir damit nicht in der Brandung paddeln sollten; hat doch Freya mit ihrem Boot auch die stundenlange Fahrt durch Brandungszonen mit Meter hohen Brechern überstanden … nur das war sicherlich kein „leichtes Spiel“ sondern ein „harter Kampf“! D.h. eine Spritztour in den britischen Tideraces sollten wir lieber mit einem 5,05-Meter-Kajak von TIDERACE (è „Extra“), einem 4,52-Meter-Kajak von Valley (è „Gemini SP“) oder aber mit einem 4,07-Meter-Playboat von P&H (è „Hammer“) unternehmen.

 

Übrigens, von Skeg-Seekajaks hält Freya, die vor Jahren mit einem Skeg-Boot Island und Neuseeland in Rekordzeit umrundet hat, nicht mehr viel:

 

  • „I see no reason … besides Kayak teachers have something to teach and it may be fun to learn.“

 

Text: Udo Beier