18.06.2014 Handfunke (Ausrüstung)

 

In der YACHT berichtet Olaf Schmidt in dem Beitrag:

 

„DSC zum Mitnehmen“

 

über den Test von UKW-Handgeräten für den Seefunk.

 

Insgesamt werden 3 Geräte mit DSC (digitaler Selektiv- und Notruf) und 10 Geräte ohne DSC getestet. Mit „sehr gut“ getestet wurden zwei DSC-Geräte:

 

 

und zwei traditionelle UKW-Handsprechfunkgeräte:

 

 

Übrigens, gute Geräte verfügen über:

 

Allgemeines Problem der Handfunkgeräte:

Die am Gerät angebrachte Antenne ist für UKW-Frequenzen zu klein. Die Folge: Der Wirkungsgrad liegt bei 10% der Leistung von festen Seefunkstellen und könnte durch eine höhere Watt-Leistung der Handgeräte nicht kompensiert werden. In der Praxis soll sich das dergestalt bemerkbar machen, dass nur unter günstigen Umständen der Sprechfunkkontakt von Handgerät zu Handgerät bis zu einer Distanz von 1 Seemeile möglich ist!? (Hinweis: Bei einem persönlichen Testgespräch konnte ich jedoch von der Rixwarft (Langeness) aus mich mit jemanden unterhalten, der 6 km entfernt auf dem Japsand stand!?)

 

Brauchen wir beim Küstenkanuwandern ein UKW-Handsprechfunkgerät?

Nun, ich habe eines als Fahrtenleiter immer dabei, letztlich um im Falle eines Seenotfalls auch per UKW-Funk Hilfe herbeirufen zu können:

 

www.kanu.de/nuke/downloads/Mayday.pdf (Seenotfallmeldung über UKW-Sprechfunk)

 

Bislang habe ich meine UKW-Funkgerät nicht gebraucht, weder zum Anmelden bei einer Schleuse, noch zur Nachfrage, ob ein Schießgebiet durchfahren werden darf, und auch nicht zum Abhören des Seewetterberichts. Ob es mir von Nutzen ist, wenn ich den Seenotfall ausrufen muss, hängt davon ab, ob in Sichtweite ein Schiff mit eingeschaltetem UKW-Sprechfunk unterwegs ist. „Leider“ paddeln wird „zum Glück“ meist in Revieren, wo der Sichtkontakt zu anderen Schiffen eher die Ausnahme bildet. Deshalb setze ich im Seenotfall zusätzlich neben meinem Handy:

 

 

ganz auf einen „Seenotsender“ (Seenotbake) (PLB/EPIRB), der automatisch via Satellit den Notruf an eine zuständige Bodenstation sendet:

 

www.kanu.de/nuke/downloads/Seenotsender-Geraete.pdf

 

Nähern sich dann die Retter, könnte ich jedoch zusätzlich per Seenotsignalmittel oder per UKW-Funkgerät auf mich aufmerksam machen und sie zu mir dirigieren, und zwar entweder per Lichtsignal oder verbal bzw. über das Zielsuchsignal, welches ein UKW-Funkgerät beim Drücken der Sprechtaste auf 121,5 MHz ausstrahlt. Anderenfalls müsste ich u.U. zusehen, wie meine Retter z.B. im Hubschrauber systematisch ihre Suchschleifen abfliegen, bis sie schließlich bei mir angekommen sind:

 

www.kanu.de/nuke/downloads/Seenotfallanalyse-II.pdf

 

Text: Udo Beier

Quelle: YACHT, Nr. 13/14, S.80-87 – www.yacht.de