23.07.2004 Zur Haftung des Vereinsvorstands bei Vereinsfahrten (Recht)

 

Bei der Frage der Haftung des Vereinsvorstands bei Fahrten, die für Vereinsmitglieder angeboten werden, ist eine differenzierte Betrachtung erforderlich:

 

Entscheidend ist dabei immer:

 

 

Der Vorstand ist dafür verantwortlich, dass er nur solche Personen mit der Leitung von Gruppen beauftragt, die über die erforderlichen Kenntnisse verfügen. Hat sich der Vorstand davon überzeugt, dass die ausgewählte Person:

 

 

scheidet eine Haftung des Vorstandes aus.

 

Die für die Fahrtenleitung verantwortliche Person trägt die Verantwortung dafür:

 

 

Dies bedeutet, dass der jeweilige Fahrten-/Gruppenleiter:

 

 

Selbstverständlich ist der Vorstand befugt, grundsätzliche Sicherheitsanweisungen zu geben. Das haben zwingend zur Folge, dass alle Fahrtenteilnehmer diese zu beachten haben. Der Fahrten- und Gruppenleiter muss dann diejenigen, die sich an solche Vorschriften nicht halten wollen, sofort von der Teilnahme an dieser Veranstaltung ausschließen.

 

Üblicherweise sollte aber auf konkrete Vorgaben des Vorstandes verzichtet werden. Besser ist es, wenn für entsprechende Fahrten allgemeine Empfehlungen gegeben werden, z.B. dass entsprechende Sicherheitsvorschriften, insbesondere gesetzliche Vorschriften, zu beachten sind. Einzelheiten sollten dann über den verantwortlichen Fahrtenleiter festgelegt werden.

 

Wer sich über grundsätzliche Fragen der Aufsichtspflicht bzw. über die erforderlichen Verkehrsvorschriften informieren möchte, dem sind die folgenden Links zu empfehlen:

 

è www.aufsichtspflicht.de

 

è www.elwis.de >“Freizeitschifffahrt“

 

Text: Ulrich Clausing

Quelle: DKV-INFO v. 23.07.04