01.06.2006 Sicherheitskonferenz beim Bundesverkehrsministerium (Befahrensregelung/Recht)

 

In KANU SPORT wird über eine Sicherheitskonferenz für die Sportschifffahrt im Seebereich berichtete, die das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Bonn am 6.04.06 veranstaltet hatte und zu der u.a. die nationalen Sportbootverbände eingeladen wurden.

 

„Hintergrund dieser Sicherheitskonferenz war der Umstand, dass sich die Zahl der gemeldeten Sportunfälle im Seebereich von 90 in 2003 auf 141 in 2005 erhöht hat. Während sich die Zahl der Sportbootunfälle in der Nordsee auf gleich bleibendem Niveau bewegt, steigen die Zahlen der Sportunfälle in der Ostsee. Nicht aufgenommen in dieser Statistik sind Unfälle mit Kleinfahrzeugen, also mit Kanus. Deshalb bewegte sich die Diskussion über eine angemessene Lösung darum, in erster Linie die Vorschriften zum Erwerb des Sportbootführerscheins See zu verändern.

 

Alle Teilnehmer waren sich darin einige, dass der Ausbildung eine entscheidende Bedeutung bei der Verbesserung der Sicherheit der Sportschifffahrt im Seebereich zukommt. Aus diesem Grunde sollen Standards für die Ausbildung erhöht werden. Kontrovers diskutiert wurden Themen hinsichtlich einer Ausrüstungs- und Anwendungspflicht. Insbesondere bei der Frage einer  Pflicht zur Rettungsweste kein Konsens erzielt werden, zumal auch nach Auskunft der Vollzugsbehörden eine Kontrolle kaum realisierbar sei.

 

Deshalb wurde auch vereinbart, mehr Gewicht auf die Empfehlung zur Anwendung von Sicherheitsausrüstung zu legen. Ebenfalls einvernehmlich festgehalten wurde, dass die gesetzlichen Regelungen für die Sportschifffahrt im Seebereich zu komplex und unflexibel sind. Deshalb wurde angeregt zu prüfen, ob alle Vorschriften für die Sportschifffahrt in einem Rechtsinstrument verankert werden können. Auch wird geprüft, ob eine Neudefinition des Begriffs „Sportboot“ erforderlich ist.

 

Die Sicherheitskonferenz See dient dem Bundesverkehrsministerium als Grundlage für weitere Überlegungen, die Sicherheit zu verbessern. Die erstellten Vorschläge werden auch zukünftig mit den Wassersportverbänden diskutiert und sollen soweit wie möglich einvernehmlich verabschiedet werden.“ (UC)

 

Quelle: KANU SPORT, Nr. 6/06, S.5 – www.kanu.de