09.03.2012 „Freies“ Zelten (Befahrensregelung/Recht)

 

Das mit dem „freien“ bzw. „wilden“ Zelten ist so eine Sache. Den Alpinisten ist es wohl unterwegs bei ihren Klettertouren in den Bergen erlaubt. Den Kanuten ist es jedoch während ihrer Küstenwandertouren nur bedingt gestattet. Zumindest erlauben Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Wanderern (also: Fuß-, Rad- und Kanuwanderer) unter bestimmten Auflagen für 1 Nacht draußen im Freien zu übernachten. Siehe hierzu:

 

www.kanu.de/nuke/downloads/Uebernachtungsmoeglichkeiten-Nordsee.pdf

www.kanu.de/nuke/downloads/MV-Zelten.pdf

 

Dort wo es nicht erlaubt ist, sollten wir uns daher genau überlegen, aus welchem Grund wir es dennoch tun wollen. Naturschutzgebiete und Dünenlandschaften sollten grundsätzlich tabu sein und Privatgrundstücke sollten nur dann fürs Zelten oder Biwakieren in Frage kommen, wenn wir dafür die Erlaubnis erhalten haben. Und woanders?

 

Wenn wir es nicht verhindern können, z.B. weil die Gewässer- und Wetterbedingungen oder andere Gründe (z.B. beschädigte Ausrüstung, Krankheit; einbrechende Dunkelheit) uns das Paddeln unmöglich machen, sollte wir wenigstens dafür sorgen, dass wir nicht auffallen. Am wenigsten fallen wir auf, wenn:

 

 

Interessant wäre es nun, wie das „freie“ Zelten bei anderen Nationen gehandhabt wird. Im SEEKAJAK wird dazu ein Beitrag der französischen „Fédération de la Plaisance en Kayak de Mer“ veröffentlicht:

 

 

Ein Hinweis betrifft die „Übernachtung“:

 

  1. Zeltaufstellen kann nur zwischen Sonnenuntergang (oder am frühesten 20 Uhr) und Sonnenaufgang (oder am spätesten 9 Uhr) geschehen.
  2. Die Zelte dürfen nur für 1 Nacht an einer Stelle aufgestellt werden und müssen jeden Morgen abgebaut werden.
  3. Insgesamt dürfen nicht mehr als 6 Zelte aufgestellt werden, wobei unter einem „Zelt“ entweder ein kleines Zelt (welches nicht auffällt) oder ein Tarp oder ein Biwaksack zu verstehen ist.“

 

Text: U.Beier

Quelle: SEEKAJAK, Nr. 129/12, S.34-35 – www.salzwasserunion.de