03.11.2013 Aleksander Doba: Unterwegs von Lissabon nach Florida (Abenteuer)

 

Ja, der nunmehr 67-jährige Pole Aleksander Doba ist mal wieder unterwegs.

 

2010-11 paddelte er in 100 Tagen von Dakar (Senegal) nach Acarau (Brasilien), natürlich mit einer Spezialkonstruktion, einem „Kajütkajak“ (700x100cm; ca. 550 kg):

 

http://forum.kanu.de/showthread.php?t=4730

 

Luftlinie sind das ca. 3.100 km, gepaddelt ist er lt. GPS jedoch 5.384 km.

 

Nun versucht er, ein zweites Mal über den Atlantik zu paddeln, und zwar von Lissabon (Portugal) nach Florida (USA) (ca. 8.400 km):

 

https://plus.google.com/115946681830282374712/posts#115946681830282374712/posts

 

und zwar ebenfalls mit einem extra für ihn konstruiertes „Kajütkajak“ (700x95 cm) (mit einer höchst fragilen Steueranlage?).

 

https://plus.google.com/115946681830282374712/posts#115946681830282374712/photos

 

Einer fast täglich aktualisierten Kartenübersicht können wir entnehmen, wie weit er sich schon von seinem Startort Lissabon entfernt hat:

 

Gestartet ist er am 5.10.14 in Lissabon, wie einst Hannes Lindemann bei seiner ersten Atlantiktour. Er will die ganze Strecke paddeln. Unterstützt wird er dabei von der Strömung (hier: Kanarienstrom und später Nord-Äquatorialstrom) und dem Nord-Ost-Passatwind. Bei der Konstruktion seines „Kajütkajaks“ hat man sicherlich dem Nord-Ost-Passat dergestalt Rechnung gezollt, dass gerade das Vorderdeck besonders voluminös gebaut wurde.

 

Am 29.10.14 hat er Madeira rechts liegen gelassen und befindet sich nun westlich von Isla de la Palma (Kanarische Insel), ca. 1.500 km von Lissabon entfernt. Zwischendurch jedoch setzte am 18.10.14 der Nord-Ost-Passat aus. Stattdessen kam der Wind von vorne und Aleksander Doba wurde – was bei dem voluminösen „Kajütkajak“ nicht weiter erstaunlich ist – trotz des in Richtung SW strömenden Kanarienstrom zurückgetrieben. Erst 10 Tage später erreichte er wieder in etwa die Position, wo er sich befand, als der Gegenwind einsetzte. Doch seit dem paddelt & treibt er wieder voran Richtung West – Südwest.

 

Text: Udo Beier