07.02.2014 Aleksander Doba: Hilflos im Bermudadreieck? (Geschichte)

 

Ja, wie geht es weiter mit unserem polnischen Atlantikquerer Aleksander Doba? Mehr oder weniger flott „trieb“ er von Lissabon bis kurz vor Florida. Ca. 7.200 km hat er seit dem 5.10.13 zurückgelegt. Ca. 1.200 km trennten ihn von seinem Ziel. Aber das „Bermudadreieck“ gibt ihn seit dem 15.01.14 nicht mehr frei. Einmal ist er schon innerhalb von 12 Tagen im Kreis herumgepaddelt, doch Wind & Strömung verhinderten eine weitere Annäherung. Florida will einfach nicht näherkommen!

 

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è https://plus.google.com/115946681830282374712/posts#115946681830282374712/posts

(27.01.14 / 20.57 Uhr)

 

A.Doba setzte daher zu seiner zweiten „Rundfahrt“ im Bermudadreieck an. Da der südwestliche Wind nicht nachlassen wollte, verließ er jedoch am 29.01.14 mit seinem „Kajüt-Seekajak“ den „Kreisverkehr“ und driftete weiter nach Norden ab. Als dann der Wind am 4.02.14 kurzzeitig drehte, änderte auch A.Doba wieder seinen Kurs, den wir auf seiner Homepage verfolgen können:

 

https://lh4.googleusercontent.com/-XDgiN0EAjhg/UvPaddGRbNI/AAAAAAAADbE/G7ed6Xojg-0/w698-h424-no/map+02-06.jpg

 

https://plus.google.com/115946681830282374712/posts#115946681830282374712/posts

(siehe Info vom 6.02.14, 19.56 Uhr)

 

Der Routenverlauf auf blauem Atlantik-Wasser ähnelt derzeit einem Sternbild, nämlich den des Schwans. Lassen wir uns überraschen, wohin er treiben wird? Als Alternativen bieten sich an:

 

 

A.Doba hat darauf wohl nur noch einen geringen Einfluss. Gegen die Wind- & Stromabdrift kann er nicht anpaddeln. Bei seiner Atlantik-Querung setzte er voll auf die „treibende“ Kraft von Wind & Strom. Nun aber macht ihm wohl beides einen Strich durch seine Routenplanung. Gegen den Richtung N0 strömenden Golfstrom kann kein Kanute anpaddeln und gegen einen südwestlichen Wind auch nicht, auf alle Fälle nicht, wenn man schon seit Oktober mit einem 700x90 cm großen „Kajüt-Seekajak“ unterwegs ist. Ihn „retten“ kann nur noch die Bermuda-Insel oder ein längere Zeit blasender 5-6er Wind aus NO. Aber ein solcher Windwechsel ist z.Zt. nicht in Aussicht und wenn er doch einträfe, dann müsste A.Doba mit jenem kurzen, steilen Seegang kämpfen, der typisch ist für Wind-gegen-Strom-Bedingungen:

 

www.windfinder.com/weather-maps/superforecast/#5/28.459/-74.707

 

A.Doba hätte wohl von Anfang an versuchen müssen, auf einer weiter südlicher liegenden Route den Atlantik zu queren. Dann wäre er nicht so früh in nordöstliche Richtung an den karibischen Inseln vorbeigetrieben.

 

Warten wir’s ab. Der Pole ist zäh und seine Verpflegung soll noch für 6 Wochen reichen.

 

Text: Udo Beier

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Golfstrom#Verlauf

www.canoekayak.com/touring-kayaks/first-contact-trans-atlantic-kayaker-breaks-47-day-silence/ (Bericht von J.Moag in: Canoe&Kayak-Online-Ausgabe / 7.02.14)