24.02.2014 Aleksander Doba: Endstation Bermudas? (Geschichte)

 

Aleksander Doba hat große Probleme, sein „Kajüt-Seekajak“ Richtung Florida zu steuern. Bis auf ca. 1.200 km konnte er sich Florida annähern. Seitdem behindern ihn Strömung in nordöstliche Richtung und Wind aus wechselnden Richtungen. Die Folge: Drei Vollkreise mitten im „Bermuda-Dreieck“! Die erste Kreisfahrt dauerte vom 15.01.-27.01.14 (13 Tage), die zweite vom 29.01.-13.02.14. (16 Tage) und die dritte vom 11.02.-15.02.14 (5 Tage). Dann bekam A.Doba auch noch Probleme mit seiner Steueranlage. Wie wir der bruchstückhaften und nur halbverständlichen automatischen Übersetzung der polnischen Infos auf seiner Homepage entnehmen können, versucht er seit dem 14.02.14, die im Nordosten liegenden Bermuda-Inseln zu erreichen, um dort an Land das Steuer zu reparieren. 3 Tage ging das auch gut, d.h. der Wind wehte so, dass es ihm gelang, Richtung der Bermudas zu treiben. Ca. 180 km davor fing es jedoch wieder an, aus wechselnden Richtungen zu wehen, sodass A.Doba nichts anderes übrig blieb, als sich im „Quickstep“-Rhythmus der Insel anzunähern, also einen Schritt vor (17.02.), einen zurück (19.02), einen vor (20.02), einen zurück (21.02.), einen vor (22.02.) ………….

 

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è https://plus.google.com/115946681830282374712/posts (s. Info vom 24.02.14, 15.43 Uhr)

 

Ende gut, alles gut! Schließlich drehte am 22.02.14 der Wind mal wieder auf Südwest. Laut den Windprognosen sollte sich das erst wieder am 25.02.14 ändern. Das war die Chance für A.Doba, die Bermudas doch noch auf dem kürzesten Weg zu erreichen, statt im Zickzack vor den Inseln herumzutreiben. Er nutzte diese Chance, beendete seine seit dem 15.01.14 dauernde „Irrfahrt“ inmitten des „Bermuda-Dreiecks“ und landete schließlich am 24.02.14 um 11.03 Uhr auf den Bermudas an. Insgesamt war er seit seinem Start in Lissabon 133 Tag unterwegs gewesen. Etwa 8.334 km (Luftlinie: ca. 5.000 km) hat er dabei zurückgelegt:

 

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è https://plus.google.com/115946681830282374712/posts (s. Info vom 24.02.14, 15.46 Uhr)

 

Ob er sich nach dem Zwangsaufenthalt auf den Bermudas und der erfolgreichen Reparatur seiner Steueranlage nochmals in sein „Kajüt-Seekajak“ setzen wird, um auch die verbleibenden ca. 1.600 km bis Florida zurückzulegen oder ob er sich dazu entscheiden wird, stattdessen zum nur ca. 1.050 km entfernt liegenden South Carolina (?) zu paddeln, hängt wohl allein davon ab, was die langfristige Windprognose verkündet. Sicherlich wird er erst wieder starten, wenn in absehbarer Zeit eine Wetterlage zu erwarten ist, die für Wochen den Wind aus Nordost oder Südost wehen lässt. „Nötig“ hat er es auf alle Fälle nicht; denn er wird immer der Erste bleiben, der jemals mit einer Art Kajak (750x95 cm) von Lissabon Non-Stop bis zu den Bermudas gepaddelt ist. Respekt für sein übermenschliches Durchhaltevermögen, Gratulation für seine einmalige Leistung!

 

Übrigens, wen es interessiert, welche Winde derzeit im „Bermuda-Dreieck“ wehen, der sollte mal den folgenden Link anklicken:

 

www.windfinder.com/weather-maps/superforecast/#5/28.459/-74.707

 

Und wer sich ein paar Fotos von Aleksander Doba  anschauen möchte, der möge den folgenden Beitrag von Jeff Moag in CANOE & KAYAK-Online abrufen, in dem über ein Treffen mit dem Polen ca. 160 km südwestlich der Bermudas berichtet wird:

 

http://m.canoekayak.com/touring-kayaks/doba-greets-well-wishers-sea-offers-chocolates/ (21.02.14)

 

Text: Udo Beier