23.01.2006 Kälteschockreaktionen (Gesundheit)

 

Im SEEKAJAKFORUM.de erläutert Mark Huber die Auswirkungen einer Kälteschockreaktion, nämlich den Verlust der Atemkontrolle. Er schreibt u.a. folgendes:

 

Akutes Eintauchen in Kaltwasser führt zu einer Reihe von Reaktionen, die nur teilweise bewusst beherrscht werden können, oft entziehen sie sich einer willentlichen Kontrolle, wie z.B. der Verlust der Atemkontrolle:

 

 

Dieser auf einen Kälteschock zurückzuführende Verlust der Atemkontrolle macht deutlich, dass es Kanutinnen und Kanuten nichts nützt, wenn sie die Rolle beherrschen, solange sie sich nicht durch entsprechende Kleidung gegen das kalte Wasser schützen (z.B. Trockenanzug mit integrierten Füßlingen, dicke Fleece-Unterbekleidung, Neohaube, Neohandschuhe) und – last not least – mit Hilfe einer Nasenklammer, die sie spätestens bei kritischeren Gewässerbedingungen aufsetzen, verhindern, dass kaltes Wasser über die Nase direkt in den Kopf eindringen kann.

 

Ein solcher Kälteschutz beugt nicht nur dem Verlust der Atemkontrolle vor, sondern auch allen anderen Kälteschockreaktionen:

 

 

In einer Ergänzung zu diesem Beitrag schildert Ralf Schmidt die Auswirkungen einer Kenterung in einem eiskalten Badesee, auf dem er an einem Märztag (!) gepaddelt ist.

 

Im letzten März habe ich im nahen Badesee ein bisschen Rollen & Stützen geübt, natürlich mit Trockenanzug, Neoprenhaube und Handschuhen. Das eiskalte Wasser war auszuhalten. Ich hatte keine Probleme. Danach wollte ich mich etwas auflockern und bin ein paar mal den See hoch und runter gepaddelt, habe so nebenbei noch etwas Ankanten geübt, danach Aufkanten, Hochkanten und bin dabei ganz plötzlich gekentert. Die Neohaube hatte ich vorher ausgezogen, ebenso die Schwimmbrille (die ich zuvor beim Rollen zum Schutz der Kontaktlinsen trug) und die Handschuhe.

 

Der Kälteschock kam dann auch sehr schnell:

 

 

Quelle: SEEKAJAKFORUM v. 20.01.06 und 23.01.06 – www.seekajakforum.de