15.07.2007 Schützt Sonnencreme wirklich? (Gesundheit)

 

In der APOTHEKEN UMSCHAU, der „Bravo“ für „Rentner“, ist Folgendes in dem Beitrag:

 

„Strahlenschutz mit Lücken. Sonnencreme“

 

über den nur bedingt wirksamen Schutz von Sonnencreme zu lesen:

 

Ohne Sonnencreme und ohne vorgebräunter Haut kann es bei uns in Deutschland mittags an einem wolkenlose Hochsommertag schon sehr schnell Sonnenbrand geben, z.B.:

 

Typ 1 (sehr helle Haut, voller Sommersprossen, rötliche Haare) = nach 5-10 Min.

Typ 2 (helle Haut, oft Sommersprossen, blond) = nach 10-20 Min.

Typ 3 (hellbraune Haut, dunkelblond) = nach 20- 30 Min.

Typ 4 (braune Haut, dunkelhaarig) = nach 40 Minuten und länger.

 

 

 

a)      „Je mehr Badeurlaube die Familien gemacht hatten und je länger die Kinder sich insgesamt im Freien aufgehalten hatten, desto mehr „Muttermale“ bildeten sich.

b)      „Die Zahl der erlittenen Sonnenbrände war dabei unerheblich.“

c)      „Der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln war allerdings ebenfalls unerheblich. D.h. Sonnencreme alleine schützt damit sehr wahrscheinlich nicht vor einem späteren Melanom. Mindestens 8 Studien weltweit kamen bisher zum selben Ergebnis oder zeigten gar eine umgekehrte Tendenz: Je mehr Sonnenschutzmittel verwendet wurde, desto höher war überraschenderweise auch die Zahl der neu entstanden Leberflecken.“

 

 

a)      vor Sonnenbränden

b)      und dem weniger gefährlichen „hellen“ Hautkrebs schützen.“

 

Das gilt jedoch nur dann, wenn die Sonnencreme nicht zu sparsam eingesetzt wird:

„Korrekt wäre eine Menge von 2 Milligramm pro Quadratzentimeter Körperoberfläche, das entspricht 30 – 40 g pro Person. Die übliche 100-Milliliter-Tube wäre also nach dreimaliger Benutzung leer.“

 

Gehen wir davon aus, dass wir beim Küstenkanuwandern stets wasserfeste Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 40 (LSF) verwenden und damit nur die Arme und das Gesicht eincremen, da alles andere durch entsprechende Bekleidung geschützt wird, und wir dafür pro Eincremen ca. 10 g Sonnenschutzcreme benötigen, müsste – sofern einmal mittags mit 10 g nachgecremt wird, die 100-ml-Sonnencremetube nach 5 Tagen aufgebraucht sein.

 

 

 

 

Gerade Küstenkanuwanderinnen und –wanderer, die auf dem Meer den Sonnen strahlen besonders ausgesetzt sind, da:

 

a)      sie mittags nicht einfach das Paddeln einstellen

b)      und Schattenplätze aufsuchen können,

c)      der Seegang für Spritzwasser sorgt, welches die auf der Haut aufgetragene Sonnencreme schnell wieder abwäscht,

 

sollten bei ihren Küstentouren auf Ihre Haut achten. Sie ist mindestens genauso schützenswert wie das Unterwasserschiff ihrer Seekajaks (Achtung Kratzer), der Boden ihrer Zelte (Achtung Risse), die Schutzhülle ihrer Thermarestmatten (Achtung Löcher) und das Innenleben ihrer Schlafsäcke (Achtung Schweiß & Schmutz). Und da wir selber Schäden an unsere Haut nicht immer selber erkennen können, sollten wir den Aufruf zur jährlichen Krebsvorsorge ernst nehmen.

 

Zusammenfassung: U.Beier – www.kanu.de/kueste/

Quelle: APOTHEKEN UMSCHAU v. 15.7.07, S.10-18 u. S.74-75