10.12.2007 Rückenprobleme beim Paddeln? (Gesundheit)

 

Im SEEKAJAK berichtete Thomas Tscherpel in dem Beitrag:

 

„Meditatives Paddeln? oder: Was tun bei anhaltenden Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen?“

 

über seine Lösung, wie er seine Rückenprobleme, die mit Hüftproblemen und einschlafenden Beinen & Füßen (vorhersehbar nach 45-60 Min. paddeln) einhergingen, gelöst hat.

 

Er hat auf Anregungen Dritter einfach seinen Paddelstil geändert und paddelt nun so, wie es eigentlich empfohlen wird, wenn man effizienter paddeln will. Der Vorwärtspaddelschlag wird dabei in 3 Abschnitte unterteilt:

 

1. Drittel: „Brustkorb vor dem Eintauchen des Paddelblattes nach vorne drehen, sodass der Oberkörper schon fast etwas nach vorne wandert und der Fuß auf der Arbeitsseite (Eintauchseite) des Paddels auf die Fußstütze gepresst wird. Dann kräftig … genug … das erste Drittel des Paddelzuges abarbeiten, und zwar … völlig gleichwertig zu dem zweiten Drittel (des Paddelschlages). … Der Paddelfuß … arbeitet mit. … Durch diese Gegenkraft (reactio) erhält der Paddelzug noch einmal einen erhöhten Schub.“

3. Drittel: „Durchziehen bis hinten, dabei das Paddelblatt um 45° anwinkeln, sodass es mit der Außenkante zuerst aus dem Wasser kommt.“

 

Diese Technik führt dazu, dass nicht nur mit den Armen, sondern mit dem ganzen Oberkörper (hier: nach vorne neigen und drehen) und auch mit den Beinen gearbeitet wird. Drei Vorteile sind dabei dem Autoren aufgefallen:

 

 

Übrigens, am wirksamsten soll das erste Drittel des Paddelschlages sein, aber wenn es zur „Schmerzvertreibung“ beiträgt, sollte ruhig auch das letzte Drittel des Paddelschlages mit Kraft durchgeführt werden. Ansonsten sollten wir bei unserem Kajak auch auf den richtigen Sitz achten; denn sog. ergonomische geformte Sitzschalen, deren Vorderkante so scharf nach oben ragen, dass sie sich regelrecht in den unteren Oberschenkel quetscht, sind i.d.R. auch verantwortlich dafür, dass uns beim längeren Paddeln die Beine einschlafen können.

 

Quelle: SEEKAJAK, Nr. 109/07, S.20-21 – www.salzwasserunion.de