14.07.2011 Flachwasserrollen in der Brandung (Gesundheit)

 

Bei einer Wanderfahrt von Höjer Richtung Fanö herrschten Brandungsbedingungen vor Römö. Als einer kenterte und ausstieg, nutzt eine andere die Zeit bis zum Wiedereinstieg zum Rollen.

 

Da es dort, wo es brandet, häufiger flacher ist, checkte sie mit dem Paddel die Wassertiefe, richtete sich dann zur Welle aus, um parallel zur einrauschenden Welle („Wellenluv“) hochzurollen. …. Aber sie rollte nicht hoch, sondern stieg aus und tauchte auf.

 

Was war geschehen? Nun, vielleicht hatte sie eine Flachstelle erwischt bzw. sie befand sich nach den ersten 180° im Wellental. Auf alle Fälle hatte sie mit dem Kopf Grundberührung. Auch wenn der Untergrund aus Sand bestand, genügt das, um für einen Moment alles schwarz vor Augen zu sehen.

 

Als sie nach dem Ausstieg neben ihrem Seekajak stand:

 

 

Nach etwa 45 Minuten war sie wieder soweit fit, dass sie weiter paddeln konnte. Erst aber am nächsten Tag waren Gleichgewicht & Auge wieder okay. Lediglich der Hals schmerzte noch etwas.

 

Noch ’mal verdammt Glück gehabt!

Ob ein Schutzhelm hier mehr Schutz geboten hätte?

Bei felsigem Untergrund sicherlich, aber bei Sandboden?

 

Ja, ja, nachher sind man & frau immer klüger und viele haben es schon vorher gewusst:

 

 

Nun, seit über einem Jahrzehnt ist das Tragen eines Schutzhelmes bei den von mir veranstalteten Brandungsübungen Pflicht, auch wenn es nur mit 10 cm wellt! Während meinen Küstenkanuwandertouren, bei denen auch meist entlang der Brandungszone gepaddelt wird - zumindest beim Starten vom Strand durch die Brandung hinaus und beim Anlanden am Strand durch die Brandung hinein -, konnte ich bislang das Tragen eines Schutzhelmes noch nicht durchsetzen. Mehrere Ansätze, eine „Helmpflicht“ durchzusetzen, sind bislang gescheitert. Vielleicht sollte ich es nochmals versuchen, nicht weil ich es für nötig erachte, sondern weil es andere für nötig erachten. Wenn nämlich etwas passiert, dann haben nämlich immer die anderen Recht! Dass in der Vergangenheit nichts Tragisches bei meinen seit über 20 Jahren – noch bei der SaU - veranstalteten Seekajak-Touren entlang der Seeseite der Inseln passierte, zählt dann nicht mehr.

 

Übrigens, bisher erlebte ich es nur einmal, dass einer bei einer Küstenkanuwandertour entlang der Seeseite der Nordseeinseln freiwillig einen Schutzhelm trug … letztlich weil er es so gewohnt ist … als Wildwasserfahrer.

 

Text: U.Beier