17.10.2001 Seepferdchen im Wattenmeer (Natur und Landschaft)

 

Im HAMBURGER ABENDBLATT berichtet E.Jessen darüber, dass ein Krabbenfischer aus Pellworm ein "kurzschnäuziges Seepferdchen" (Hippocampus hippocampus) südlich von Süderoogsand mit einem Netz aus der Nordsee an Bord geholt hat. Die bis zu 10cm großen und max. 4 Jahre alt werdenden Tiere gelten im Wattenmeere als nahezu ausgestorben, da ihr Lebensraum, die Seegraswiesen, Anfang letzten Jahrhunderts durch Pilzbefall stark dezimiert wurden.

 

Das Seepferdchen wurde vom "Multimar Wattforum" in Tönning in Obhut genommen und lebt nun mit zwei weiblichen Seepferdchen, die aus dem Mittelmeer stammen, in einem Schauaquarium. Übrigens, bei Seepferdchen ist es der Mann, der "schwanger" wird. "Die Weibchen legen die Eier in die Bruttasche an der Vorderseite des Männchens ab, das sie befruchtet und ausbrütet. Etwa vier Wochen nach der Befruchtung schlüpfen um die 300 Jungtiere."

 

Quelle: HAMBURGER ABENDBLATT v. 17.10.01