26.12.2001 Zur Ökologie von Windkraftanlagen (Umwelt)

Lt. einer Informations des Bundesverband Windenergie erhöhte sich die in Deutschland insgesamt installierte Leistung von Windkraftanlagen um 44 % auf 8.750 Megawatt (ca. 3,5% des Stromverbrauchs), die von 11.500 Windrädern erzeugt werden.

In der Zeitung HAMBURGER ABENDBLATT nimmt A:Grosse wie folgt zur Ökologie solcher Anlagen Stellung:

"Bis eine Windkraftanlage im Binnenland mit einer Leistung von zwei Megawatt die Investitionskosten eingespielt hat, vergehen etwa sechseinhalb Jahre. ... Ökologisch rechnet sich die Anlage jedoch schon wesentlich früher.

Spätestens nach elf Monaten hat die Windkraftanlage die Energie, die in ihren Bau floss, geerntet. Zu diesem Ergebnis kommen zwei dänische Studien (1990) sowie eine deutsche Expertise, die 1991 im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung und Technolgie erstellt wurde. Windrotoren, die 20 Jahre lang Strom erzeugen, können je nach Standort und Größe 20- bis 100-mal so viel Energie gewinnen, wie für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung aufgewendet wurde. Die Windfänger kommen zudem fast ohne Wasser aus. Die kalifornische Energiekommission (1995) errechnete, dass:

Bei Windkraftanlagen müssen hin und wieder nur die Rotorflügel vom Staub befreit werden, so es nicht regnet. Die 1990 für das dänische Umweltminsiterium angefertigte Studie erstellte auch eine Schadstoffbilanz. Danach gibt ein Kohlekraftwerk über eine Laufzeit von 25 Jahren rund 360-mal mehr Stickoxide und das Treibhausgas Kohlendioxid als Windkraftanlagen ab.

Experten des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie betonen, dass auch all die anderen Schäden durch den Einsatz von endlichen fossilen und nuklearen Energieträgern bei der Windkraftnutzung nicht auftreten. Dazu zählen die Flächenversiegelung in großem Maßstab, Tankerunglücke, gebrochene Pipelines, ungelöste Endlagerprobleme für radioaktivem Müll, Gefahr der unktrolliertenVerbreitung von waffenfähigem Plutoinium. Außerdem ist der Aufbau und der Abbau einer Windkraftanlage im Vergleich zum Bau und Abrisse eines konventionellen Kraftwerkes ein "Kinderspiel".

Quelle: HAMBURGER ABENDBLATT v. 24.12.01 / umweltfrage@abendblatt.de

Anmerkung: In dem Beitrag fehlen u.a. Hinweis zur Störung der Vogelwelt und des Landschaftsbildes durch Windkraftanlagen, die dicht entlang der Küste installiert sind. U.B.