15.01.2002 Erster Windpark auf See genehmigt (Natur)

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigte am 9.11.01 dem Energieunternehmen Prokon Nord zunächst den Bau von 12 Offshore-Windkraftanlagen 38 km nordwestlich von Borkum, die bei einer Wassertiefe von ca. 30 m errichtet werden dürfen. Die Genehmigung bezieht sich zunächst nur auf einen kleinen Teil der insgesamt beantragten 208 Anlagen.

Die Genehmigung enthält Auflagen zur Gewährleistung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs sowie zum Schutz der maritimen Umwelt, unter anderem

Bei Erlöschen, Ablauf oder Widerruf der Genehmigung und im Falle nicht mehr betriebsbereiter Anlagen muss die Anlage abgebaut und an Land entsorgt werden. Diese Rückbaupflicht muss durch Hinterlegung von Bürgschaften abgesichert sein.

Der WWF und andere Organisationen hatten besonders den Standort des Windparks kritisiert, der zwischen den beiden "Verkehrstrennungsgebieten" vor der niedersächsischen Küste liegt und damit in einem der am dichtest befahrenen Schifffahrtsgebiete der Welt. Das Risiko, dass manövrierunfähig treibende Schiffe mit Windanlagen kollidieren und es zur Freisetzung von Öl oder Chemikalien komme, sei an dieser Stelle zu hoch. Die Umweltverträglichkeitsprüfung sei zudem nicht ausreichend genug gewesen.

Quelle: W ATTENMEER INTERNATIONAL, Nr. 4/01, S.16 - www.wwf.de