22.01.2002 Wellenkraftanlagenkonzept "Ökowas" (Umwelt)

In der Zeitung HAMBURGER ABENDBLATT v. 22.2.02 ( www.abendblatt.de ) berichtet R.Sommer in dem Beitrag "Der Strom, der aus der Welle kommt" über eine von Erfinder Link (Mamo GmbH Energiesysteme, Berlin) entwickelte Anlage, die Energie aus der Wellenbewegung gewinnen will:

"Äußerlich ähnelt die Anlage den ganz normalen Buhnen. Doch statt der üblichen Holzpfähle werden Kunststoffrohre in den Sand geschlagen, in denen sich zylinderförmige Schwimmkörper befinden. Über Öffnungen kann das Wasser ein- und ausströmen. Dadurch bewegen sich Schimmkörper im Wellentakt auf und ab. Unten im Rohr sitzt ein mit dem Schwimmkörper verbundener Generator, der die Wellenenergie in Strom umwandelt."

Die Länge einer solchen "Buhnenkraftanlage" kann bis zu 120 Pfähle umfassen. Noch in diesem Jahr soll bei Glowe (Rügen) ein Praxistest durchgeführt werden. Es wird davon ausgegangen, dass je Pfahl ca. 4.000 kWh/Jahr erzeugt werden können.

Zum Vergleich: Mit einer modernen Windkraftanlage sollen ca. 2,3 Millionen kWh/Jahr produziert werden können. Eine entsprechend Wellenkraftanlage würden hierfür 575 Buhnenpfähle benötigen, die sich auf etwa 5 Buhnenreihen verteilen.

Solche "Buhnenkraftanlagen" können so nebenbei einen Beitrag zum Küstenschutz leisten und passen zugleich besser in das Landschaftsbild als die unzähligen Windkraftanlagen. Es gilt jedoch - nicht nur aus der Sicht des Küstenkanuwanderns - Folgendes zu bedenken:

Text: Udo Beier