03.04.2004 Ostseeschutz trotz russischer Ölinteressen (Natur)

 

Die Ostsee ist eines der empfindlichsten Seegebiete der Welt wegen ihres langsamen Wasseraustauschs und ihrer Vielzahl seltener Arten.

 

In einer WWF-Pressemitteilung wird darüber berichtet, dass mit dem Beschluss der Internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO), die Ostsee „im Prinzip“ als Besonders Empfindliches Meeresgebiet (PSSA) auszuweisen, der entscheidende Durchbruch für den Schutz der Ostsee erreicht wurde. Alle baltischen Staaten außer Russland stimmten mit ihrem Votum für diesen wegweisenden Schritt.

 

Der PSSA-Status ist ein wichtige Voraussetzung für konkrete Schutzmaßnahmen in punkto Schiffssicherheit – wie z.B. Schlepperdienste, Nothäfen, Lotsenpflicht und Befahrensbeschränkungen. Mit deren Hilfe können Hochrisikorouten wie Kadetrinne und Dänische Belte wirksam geschützt und verheerende Ölunfälle wirksam verhindert werden. Solche Maßnahmen bilden außerdem die Voraussetzung für die endgültige formale Anerkennung der Ostsee als PSSA durch ein weiteres IMO-Komitee ab 2006.

 

Übrigens, auf der IMO-Konferenz wurde auch beschlossen, die Kanarischen Inseln und die Galapagosinseln als PSSA prinzipiell auszuweisen.

 

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