10.06.2004 Ohrenquallen: die Gesundheitspolizei der Ostsee (Natur)

 

Auf der WWF-Homepage „Wassersport im Bodden“ ist Folgendes über Ohrenquellen zu lesen:

 

„Quallen haben einen schlechten Ruf. Als glibberiges Etwas, das beim Baden unangenehme Berührungen hervor ruft, kennt man sie. Viele Leute fürchten sie wegen ihrer Nesselzellen. Zu Unrecht, denn unsere häufige Ostseequalle verursacht nicht, wie viele verwandte Arten – schmerzhafte Hautausschläge, wenn man sie berührt. Im Bereich von Greifswalder Bodden und Strelasund kann man also gefahrlos baden; denn die Ohrenqualle ist hier die einzige vorkommende Quallenart.

 

Quallen gehören zum Plankton, jenen normalerweise winzig kleinen Tieren und Pflanzen, die frei in der Meeresströmung fluten und die Nahrungsgrundlage für einen Großteil der Meereslebewesen sind. Ohrenquallen werden bis 40 cm groß, aber ihre Schwimmbewegungen sind so schwach, dass sie letztlich doch auf Gedeih & Verderb von der Strömung getrieben werden. Stehen die Winde ungünstig, werden sie zu Tausenden auf den Strand gespült.

 

Quallen erfüllen eine wichtige Filterfunktion in der Ostsee. Sie ernähren sich von kleinen Planktonlebewesen und halten so das Wasser sauber. Denn die Planktonorganismen können bei zu häufigem Auftreten zu Sauerstoffmangel im Wasser führen. Dann kommt es zum Beispiel zu Fischsterben. Ihre reinigende Wirkung hat den Quallen auch den Beinahmen „Gesundheitspolizei des Meeres“ eingebracht.“

 

Link: www.wassersport-im-bodden.de/tiere/oqualle.htm