07.07.2007 Sommerhochwasser schwemmt Küken fort (Natur)

 

Im „WATTREPORT aktuell“ der Schutzstation-Wattenmeer ist Folgendes zu lesen:

 

„… Das Sommerhochwasser hat alle Außensände, Strände und Vorländer überflutet. Auch die Halligen meldeten bis auf Hooge alle Landunter. Die Flut hat fast den gesamten Bruterfolg dieses Jahres im Nationalpark Wattenmeer zunichte gemacht. Nur früh brütende Vogelarten wie die Säbelschnäbler oder die Löffler auf Hallig Oland konnten ihre Jungen rechtzeitig genug aufziehen.

 

Besonders betroffen sind die direkt an den Stränden brütenden Arten wie die seltenen Zwergseeschwalben. So meldeten die Schutzstation-Wattenmeer-Vogelwarte der Seevogelschutzgebiete Morsum-Odde und Sandinseln (Sylt-Ost) einen Totalverlust beim Nachwuchs der dort brütenden Seeschwalbenarten. Nur die Jungen der höher liegenden Möwenkolonien wurden zum Teil durch das Hochwasser verschont.

 

Das dramatische an der Situation ist, dass viele Jungtiere schon fast flügge waren, als sie das Hochwasser traf. Nur wenige Tage später und sie hätten einfach davonfliegen können. Selbst wenn die Jungen dem Hochwasser entgangen sind, hat die aufgewühlte See es den Eltern zusätzlich erschwert, genügend Nahrung für den hungrigen Nachwuchs zu fangen.

 

Viele Vögel werden jetzt neue Eier legen und versuchen, noch dieses Jahr für Nachwuchs zu sorgen. Ob es gelingen wird, ist bei einigen Arten zumindest fraglich. Bei Seeregenpfeifern ist beobachtet worden, dass ihr Bruttrieb bereits Ende Juli erlöscht. Bis dahin bleibt dieser Art wahrscheinlich zu wenig Zeit, 2007 noch einmal für Nachwuchs zu sorgen.

 

Durch die Zunahme von Sommerhochwassern auf Grund der globalen Erwärmung gehen Brutvogelarten im Nationalpark einer ungewissen Zukunft entgegen.“

 

Quelle: WATTREPORT aktuell, Nr. 6/7-07 – www.schutzstation-wattenmeer.de

Links:

è http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3A4belschn%C3A4bler

è http://de.wikipedia.org/wiki/Zwergseeschwalbe

è http://de.wikipedia.org/wiki/Seeregenpfeifer